Kreis Viersen: Projekt "Vorkids": Polizei wertet Fragebögen aus

Kreis Viersen : Projekt "Vorkids": Polizei wertet Fragebögen aus

Die Polizei im Kreis Viersen will in diesem Jahr das Projekt "Vorkids" fortsetzen, das 2017 gestartet ist. Die Abkürzung steht für "Verkehrsunfälle mit radelnden Kindern". Das Projekt soll helfen, die Straßen im Kreis Viersen für radelnde Kinder sicherer zu machen. Nirgendwo in Nordrhein-Westfalen sei "das Risiko für Kinder, bei einem Verkehrsunfall mit dem Fahrrad zu verunglücken, größer als bei uns im Kreis Viersen", erklärte Initiator und Schirmherr Landrat Andreas Coenen bei der Auftaktveranstaltung auf dem Viersener Sparkassenvorplatz im September.

Laut Polizei sind bei mehr als 37 Prozent der Verkehrsunfälle im Kreis Radfahrer beteiligt. Besonders gefährdet sind Kinder zwischen zehn und 14 Jahren. Die meisten Radfahrunfälle mit Kindern geschehen montags und donnerstags zwischen 7 und 8 Uhr morgens sowie zwischen 13 und 14 Uhr mittags.

Um festzustellen, wo die Probleme liegen und was Polizei und andere Verantwortliche tun können, um die Verkehrssicherheitsarbeit zu verbessern, startete die Polizei eine große Fragebogen-Aktion. Bis Oktober gingen insgesamt 1066 Fragebögen ein, die Bürger des Kreises Viersen ausgefüllt hatten. Im Zuge des Projekts "Vorkids" verstärkte die Polizei auch ihre Tempokontrollen.

Jetzt werden die Bögen wissenschaftlich ausgewertet. Wie die Polizei mitteilte, wisse man bereits, dass viele Unfälle mit radelnden Kindern im Umkreis von einem Kilometer um das Wohnumfeld passieren. Auch wisse man, dass Ampeln und Kreisverkehre für Kinder möglicherweise eine trügerische Sicherheit darstellten, da es auch dort vermehrt zu Unfällen komme.

Nun soll es eine zweite Fragebogenaktion geben, um festzustellen, ob sich etwas verändert hat. Die Aktion soll nach den Osterferien beginnen. Zudem ist für Mitte Mai ein zweiter Aktionstag geplant. Er findet auf dem Kempener Buttermarkt statt, dazu soll es viele Attraktionen rund ums Thema "Rad fahrende Kinder" geben.

(biro)