Projekt Urban Gardening startet in Kempen

Kempen : Bürger können im Hagelkreuz gärtnern

„Urban Gardening“, ein Projekt für Gartenbau auf öffentlichen Flächen, soll nun auch in Kempen starten.

Was in Großstädten bereits seit einigen Jahren läuft und auch in Willich mit dem Bürgergarten in Neersen seinen Anfang genommen hat, soll nun auch in Kempen starten: Die gärtnerische Nutzung von öffentlichen Flächen. Am kommenden Samstag, 12. Oktober, wird das Projekt „Urban Gardening“ vorgestellt. Für 10 Uhr sind interessierte Bürger ins Hagelkreuz eingeladen. Treffpunkt ist an der Nansenstraße in Höhe des Wendehammers.

Nahrungsmittel lokal erzeugen, Transportwege verringern und das Mikroklima im städtischen Umfeld verbessern: Das geht mit urbanem Gartenbau, auch „Urban Gardening“ genannt. „Auf zwei Freiflächen können Interessierte jetzt im Hagelkreuz umweltverträglich und sozialgerecht produziert die Eigenproduktion und Versorgung mit Nahrungsmitteln starten“, sagt Ingo Behr, Quartiersentwickler der Stadt Kempen fürs Hagelkreuz. Wie es laufen kann, erfahren Interessierte beim Ortstermin am Samstag.

Zwei Freiflächen stehen zur Verfügung, die besichtigt werden können. Interessenten sollten mit dem Fahrrad kommen. So kann die Gruppe unmittelbar und gemeinsam beide Freiflächen an der Nansenstraße und anschließend am sogenannten Bürgerwäldchen begutachten.

Neben dem grünen Daumen der aktiven Gartenfreunde gehören auch Akteure im Hintergrund zu dem Projekt dazu. Dies sind der parteilose Ratsherr Jeyaratnam Caniceus – er hatte die Idee zu dem Projekt, der Bürgerverein Hagelkreuz, die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Kreis Viersen (GWG), die GFA – Gesellschaft zur Förderung der Arbeitsaufnahme und der Naturschutzbund (Nabu). Sie stehen als Partner hinter dem Angebot. Dazu stellt Familie Puster dankenswerterweise ihren Garten am Bürgerwäldchen zur Verfügung.

In der heutigen Zeit wird dem städtischen Gartenbau erneut höhere Aufmerksamkeit zuteil – auch wenn das Umland von Kempen viel landwirtschaftliche Fläche umgibt. „Hier können kleine und große Kempener wieder erleben, wie Möhren wachsen und Zucchini sich von der Blüte bis zur langen oder runden Variante entwickeln“, meint Ingo Behr. Aber auch Kräuter- oder Hochbeete seien denkbar. Vom Kindergarten bis zum Rentner sind alle zum Kennenlernen eingeladen, um Vorstellungen und Erwartungen zu ergründen. Urban Gardening ist gelebter Austausch in und mit einer sozialen Gemeinschaft. Es entstehen Begegnungen und ein Gemeinschaftsgarten fördert das Engagement für den Stadtteil. „Ein guter Grund, das Projekt im Hagelkreuz für Kempen zu starten“, so Behr.

(rei)
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