Probenbesuch bei Projekt-Orchester des Kempener Thomaeums

Kempen : Musiker proben für einmaliges Konzert am Kempener Thomaeum

Musiklehrer David Nethen lädt Musikinteressierte zum Projekt-Orchester ein. Geprobt wird für ein Konzert im 10. Juli im Rahmen der „Nacht der Kultur“.

Obwohl sie erst eine Stunde lang gemeinsam musizierten, klang es doch schon richtig gut bei der ersten Probe des Projektorchesters am Kempener Thomaeum. Rund 25 Streicher, Flötisten oder Blechbläser saßen im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums. Die Idee des Orchesters ist es, für zunächst ein einziges Konzert möglichst viele Musiker zusammenzubringen. Eingeladen zum Mitmachen waren nicht nur Schüler, Lehrer und Eltern der Schule. Jeder, der ein Instrument spielt, kann das Orchester verstärken. Dies sei eine ideale Möglichkeit für alle, ihr musikalisches Talent einzusetzen, meinte Schulleiterin Agnes Regh. Sie ließ es sich nicht nehmen, selbst mit ihrer Violine bei der ersten Probe dabei zu sein. Es gibt sicherlich viele Musiker, die zu Hause gut und gerne spielen, aber nicht die Zeit haben, regelmäßig an wöchentlichen Proben teilzunehmen. Daher hat der Koordinator des Ganzen, Musiklehrer David Nethen, auch bewusst die insgesamt vier Probentermine jeweils auf einen Samstagvormittag gelegt. Es ist übrigens immer noch möglich, einzusteigen, auch wenn nun noch drei Proben anstehen.

Hoch konzentriert folgen die Musiker Nethens Anweisungen. Da wird teilweise an jedem Takt gefeilt, hier noch einmal etwas verbessert oder ein Instrument hervor gehoben. Gleichzeitig merkt man allen den Spaß an der Sache an. Den Schülern Jan (15) und Paul (17) fällt es leicht, mit ihren Blechinstrumenten dabei zu sein. Immerhin spielen sie auch in St. Hubert beim Musikverein und kennen so Orchesterarbeit. Willi (18) ist zwar als Abiturient der Schule schon fast entwachsen, hat sich aber wie seine Mitschüler gerne überzeugen lassen, mitzuspielen. Die Pause zwischendurch nutzen alle, um sich miteinander über die Stücke auszutauschen oder Nethen zum Ablauf zu befragen. Sie kennen ihn sowieso als Musiklehrer, aber auch durch die Theaterarbeit am Thomaeum, die er auch koordiniert.

Geprobt werden Stücke, die das Motto des Thomaeums als Europaschule betonen. So erklingt das „Pump and Circumstance” von Edward Elgar schon ganz gut. Und das Präludium aus dem „Te Deum“ von Antoine Charpentier, vielen bekannt als die Fanfare bei Eurovisionsübertragungen, darf an diesem Morgen nicht fehlen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, ebenfalls mit seinem Instrument die Musiker zu unterstützen, kann sich mit David Nethen in Verbindung setzen. Das geht am besten per E-Mail an nethen@thomaeum.de oder telefonisch über das Schulsekretariat, Ruf: 02152 4141. Die weiteren Proben sind jeweils samstags am 8. Juni, 15. Juni und 6. Juli, immer von 10.30 bis 12.30 Uhr. Das Konzert selbst findet im Rahmen der „Nacht der Kultur“ am Mittwoch, 10. Juli, 18 bis 21 Uhr, statt. Dann werden alle Chöre, Musiker und Schauspieler sowie Mitglieder der Kreismusikschule gemeinsam ihr Können präsentieren.

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