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Politik beschließt inneren Ringschluss für Baugebiet im Kempener Westen

Planungsausschuss : Umgehung für Kempener Westen bleibt das Ziel

Erwartungsgemäß hat der Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz des Kempener Stadtrates in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen, bei der Verkehrsplanung für das Baugebiet im Kempener Westen eine Nord-Süd-Achse als innerstädtische Hauptverkehrsstraße zu planen.

Wie mehrfach berichtet, hatten Experten des beauftragten Büros Planersocietät aus Dortmund diese Variante als Grundlage für die Erschließung des neuen Wohnquartiers anzusehen.

Diese Achse soll mit dem Baugebiet, das in mehreren Teilabschnitten ab 2025 westlich der Berliner Allee entstehen soll, wachsen. Ziel ist es, diese Straße als neue Nord-Süd-Verbindung ins Auge zu fassen. Die Stadt Kempen hat bereits erste Gespräche mit dem Kreis Viersen in der Sache geführt. Eine solche Achse könnte als Kreisstraße geführt werden. Allerdings müsste die Stadt im Tausch bisherige Kreisstraßen im Stadtgebiet übernehmen und die notwendigen Flächen für den Straßenbau bereitstellen.

Zukunftsmusik ist bei dieser Planung vor allem die Anbindung im Süden an den Kempener Außenring. Solange der nicht geschafft ist, so fürchten Anwohner von Oedter Straße, Birken- und Berliner Allee, werden sie durch den Verkehr, der durch das neue Stadtviertel mit bis zu 3000 Bewohnern zusätzlich entsteht, noch mehr belastet. Besonders im Bereich Fichtenweg und Oedter Straße fühlen sich Anwohner schon jetzt durch Lärm und Gestank, den der zunehmende Verkehr verursacht, in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Sie haben eine Initiative für mehr Lärmschutz gegründet. Ob der allerdings so schnell kommen wird, ist offen.

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Die Politik hat die Stadtplanung nun beauftragt, Möglichkeiten auszuloten, wie die Verkehrsverhältnisse auf dem Straßenzug Oedter Straße, Birken- und Berliner Allee verbessert werden können. Dazu hatte das beauftragte Planungsbüro auch bereits Vorschläge gemacht. Deren Realisierung muss jetzt geprüft werden. Die Politik möchte schon vor dem Bau des innerstädtischen Rings zumindest abschnittsweise auf dem Straßenzug Tempo 30 einführen.