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Stadt Kempen: Physik zum Staunen

Stadt Kempen : Physik zum Staunen

Naturwissenschaften einmal anders erlebten die Besucher der Show mit den "Physikanten". Die beiden Gymnasien LvD und Thomaeum hatten zu der beeindruckenden Veranstaltung eingeladen.

"Sie werden gleich fantastische physikalische Phänomene erleben, und Sie werden mitmachen können. Sehe ich da etwas Angst in den Gesichtern?" Schon bei seiner Begrüßung erntet Herr Rainer alias Rainer Grünebaum herzliche Lacher aus dem Publikum in der Aula des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums (LvD). Mit weiteren langen Vorreden hält er sich aber nicht auf.

Das erste Experiment mit einem Glas voller Leitungswasser folgt auf dem Fuße. In eine Halterung gesetzt, lässt es der Mann im lila Anzug zuerst hin und her pendeln, um es dann um die eigene Achse zu drehen, ohne dass ein Tropfen Wasser herausläuft. "Was sorgt dafür, dass das Wasser nicht in die erste Reihe der Besucher spritzt?", möchte Herr Rainer wissen. Mit der ersten Antwort "Schwerkraft" ist er nicht so zufrieden, aber der Zuruf "Fliehkraft" lässt sein Gesicht strahlen. Die Fliehkraft, fachmännisch auch Zentrifugalkraft genannt, wirkt. Und sie soll nicht das einzige Experiment an diesem Abend in der Aula bleiben.

"Sie werden heute Abend mehr über Physik erfahren, als Sie in ihrer Schulzeit darüber vergessen konnten". Was Professor Dr. Otto Liebermann alias Engelbert Kobelum, der zu Herrn Rainer gestoßen ist, verkündet, bewahrheitet sich. Physik, vermittelt durch zahlreiche Experimente und kombiniert mit Comedy, dafür stehen die "Physikanten" aus dem Ruhrgebiet. Gemeinsam mit dem Thomaeum hatte das LvD die interaktive Physikshow nach Kempen geholt, und die hatte es in sich.

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Wer bis dahin nicht glauben wollte, dass Essiggurken leuchten können und damit zu Glühgurken mutieren, der wurde eines Besseren belehrt. Gigantische Rauchringe mit dem Wirbelring, ein Feuertornado in einem 4,30 Meter hohen Reagenzglas — die beiden Herren zeigten ein Best of Physik. Dabei gibt es zu all den ungewöhnlichen Experimenten, die die Besucher staunen lassen, auch immer die entsprechende physikalische Erklärung.

Beeindruckend der Versuch mit dem Schwefelhexaflorid, das, wird es eingeatmet, eine ähnliche Wirkung wie Helium hat. Allerdings macht es die Stimme nicht Mickey-Mouse-piepsend hoch, sondern Frankenstein ähnlich tief. Cola, die in ein Glas gekippt, auf einmal zu festem Cola-Pudding wird, lässt Augen fragend blicken. Des Rätsels Lösung: Superabsorber im Glas. "Die langen Molekülketten sammeln die Flüssigkeit auf", erklärt der Professor, während Herr Rainer auf die Frage der Verwendung gleich die mehrfach richtige Antwort "Windeln" erhält. Alles in allem eine Show der Superlative, die richtig Lust auf Physik machte.

(tref)