Philipp Kraft zum Bürgermeisterkandidaten der CDU in Kempen

Zwei Bürgermeister-Kandidaten für Kempen : Christdemokraten und die neue Kraft für Kempen

Sowohl Philipp Kraft (CDU) als auch Christoph Dellmanns (parteilos) überzeugten bei ihrer Vorstellung als Bewerber ums Bürgermeisteramt. Kraft erhielt am Donnerstagabend im Kolpinghaus 105 von 113 abgegebenen Stimmen. Das ist ein klares Votum für eine überzeugende Kandidatenrede.

Am Ende gab es acht Gegenstimmen für den neuen Bürgermeisterkandidaten der Kempener CDU. Aber diese Parteifreunde will der 45-Jährige auch noch überzeugen, dass er der Richtige für die Nachfolge von Volker Rübo als Bürgermeister von Kempen ist. Kraft erhielt am Donnerstagabend im Kolpinghaus 105 von 113 abgegebenen Stimmen. Das ist ein klares Votum für eine überzeugende Kandidatenrede. Diese hatte der CDU-Parteivorsitzende unter das Motto „Kempen hat Kraft“ gestellt. Das Wortspiel mit seinem Namen kam bei den Christdemokraten im Saal sehr gut an. Sie sehen ihn als den Hoffnungsträger an, der nach seiner möglichen Wahl am 13. September 2020 für frischen Wind im Rathaus sorgen wird.

Und Philipp Kraft ließ keinen Zweifel daran, dass er sich dieses „spannende politische Amt“ zutraut. Er präsentierte sich als heimatverbunden, berichtete unter anderem von seiner Zeit als erfolgreicher Leichtathlet in der Vereinigten Turnerschaft, als Jugendleiter bei den Messdienern in der Propsteikirche oder vom Brötchenkauf in der Bäckerei von Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Hermans. Kraft stellte seinen beruflichen Werdegang dar mit seiner Zeit als Berufssoldat mit Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr, seine Tätigkeit in der freien Wirtschaft, wo er derzeit die Personalverantwortung für zwei international aufgestellte Abteilungen bei dem Weltkonzern 3 M trägt. Er erinnerte an seine CDU-Parteiarbeit zunächst in Neukirchen-Vluyn, dann auf Kreisebene und im Kempener Stadtverband, den er seit einem Jahr als Vorsitzender führt.

Sollte er im kommenden Jahr zum neuen Kempener Bürgermeister gewählt werden, will Kraft als Chef der Stadtverwaltung neue Strukturen geben. „Ich will nicht um den heißen Brei herumreden: Wir werden einen Neustart in der Verwaltung brauchen“, sagte er. Und dieser Neustart erfordere „sehr viel Energie, Aufmerksamkeit und Tatkraft“. Es kommt ihm darauf an, dass die Verwaltung konstruktiv zusammenarbeitet, zu den anstehenden Themen „eine gemeinsame Haltung entwickelt und nach innen und außen auch vertritt“. Als Führungskraft mit Personalverantwortung steht er für eine klare Ansprache. „Jeder muss wissen, wo er dran ist“, betonte er. Dass Kraft da einen anderen Führungsstil ins Rathaus bringen will als Amtsinhaber Volker Rübo empfanden viele CDU-Mitglieder bei der Versammlung als wohltuend.

Philipp Kraft will Wirtschaftsförderung und das Personalmanagement innerhalb der Stadtverwaltung zur Chefsache machen. Er will mehr Bürgerbeteiligung, sprach von Bürgersprechstunden und regelmäßigen Informationsveranstaltungen der Verwaltungen in den Ortsteilen. Dies sei „eine gute, notwendige Plattform, um Transparenz über Inhalte und Prozesse herzustellen“, meinte er.

Weitere wichtige Themen sind für den 45 Jahre alten Familienvater, den Bildungsstandort Kempen zu gestalten und die Kinderbetreuung sicherzustellen. Für die Zukunft müsse klar sein, „dass hier alle Beteiligten konstruktiv an einem Strang ziehen, um pragmatische Fortschritte zu erzielen“. Kraft sagt „Ja“ zur Weiterentwicklung der Stadt im Kempener Westen, er ist für den Bau eines Ringschlusses als Nord-Süd-Achse durch das neue Wohnquartier als Entlastung von Oedter Straße, Birken- und Berliner Allee. Er reicht der „Fridays-for-Future“-Bewegung und den anderen Initiativen in der Stadt die Hand zum Dialog.