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Stadt Kempen: Pflegewohnheim für St. Hubert

Stadt Kempen : Pflegewohnheim für St. Hubert

Der Kempener Sozialausschuss hat den Plänen des Lazarus Hilfswerks zugestimmt, im Kendeldorf ein Pflegewohnhaus mit insgesamt 36 Plätzen zu bauen. Das Projekt wurde von allen Parteien sehr begrüßt.

Schon lange fordern St. Huberter Politiker, im Kendeldorf eine eigene Pflegeeinrichtung für Senioren zu errichten. Mit der Planung des Neubaus auf dem Gelände "Am Beyertzhof" soll nun eine Versorgungslücke in dem Kempener Stadtteil geschlossen werden. Auf rund 4400 Quadratmeter unbebauter Fläche hinter dem Friedhof soll ein Pflegewohnheim entstehen. Mit dem Lazarus Hilfswerk aus Hürth bei Köln glaubt die Verwaltung einen guten Partner für die Trägerschaft gefunden zu haben.

Vera Becher-Andre und Horst Engel vom Vorstand erläuterten ihr Konzept am Donnerstagabend im Ausschuss für Soziales und Senioren. "Es kommt uns auf gute Nachbarschaft an", betonte Becher-Andre. 36 Plätze sollen in St. Hubert entstehen. Die Betonung liegt dabei auf "Wohnhaus", so Becher-Andre. So teilen sich nach den Planungen höchstens sieben Bewohner einen Gang im Haus. Darüber hinaus gibt es Gemeinschaftsräume. Zudem kann zusammen gekocht und das Essen vorbereitet werden – wie in einer Familie. Unterstützt werden die Bewohner durch Hauswirtschaftskräfte.

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Um die Selbstständigkeit zu betonen, verfügen die kleinen Wohnungen über eine eigene Klingel. Auf das klassische "Schwesternzimmer" wird verzichtet. Gleichwohl könnten die Bewohner auf ausgebildete Pflegekräfte zählen. Außer den Wohnungen sind auch 12 bis 14 Plätze für Tages- sowie sechs bis acht für Kurzzeitpflege vorgesehen. In Hüls wird dieses Konzept bereits erfolgreich praktiziert. Die örtliche Nähe könnte zudem Synergieeffekte haben.

CDU-Fraktionschef Wilfried Bogedain begrüßte es, dass mit dem Pflegewohnhaus die St. Huberter in ihrem Ortsteil ein entsprechendes Angebot erhalten. Auch Monika Schütz-Madré (Grüne) zeigte sich überzeugt von dem Konzept. Lutz Strothmann (SPD) fragte nach, warum sich letztendlich nur zwei Träger für das Projekt bei der Stadt beworben hätten. Sozialdezernent Michael Klee sagte, dass von allen angeschriebenen möglichen Trägern nur zwei geantwortet hatten. Dies läge sicherlich daran, dass es um eine eher kleine Einrichtung gehe. Vera Becher-Andre hatte vorher keinen Hehl daraus gemacht, dass sich eine solche Investition langfristig rechnen muss. Daher seien zwölf Plätze mehr als ursprünglich angedacht geplant. Dezernent Klee beruhigte, dass alle Plätze vorrangig Kempener Bürgern zur Verfügung stehen werden.

Einstimmig wurde der Trägerschaft zugestimmt. Das Lazarus-Hilfswerk könnte mit der Eröffnung in St. Hubert 2013 gleich sein 40-jähriges Bestehen feiern.

(sr)