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Paterskirche in Kempen: Monet Bläserquintett glänzt mit Bearbeitungen

Konzert in der Kempener Paterskirche : Aparte Bearbeitungen für Bläserquintett

Das Monet Bläserquintett zeigte sich in der Kempener Paterskirche virtuos und spielfreudig. Wegen der großen Nachfrage spielte das Ensemble zweimal am Abend.

Für die Mitglieder des Monet Bläserquintetts war der vergangene Sonntag mit Sicherheit ein Freudentag. Nach mehr als halbjähriger erzwungener Corona-Pause durften sie in der Paterskirche konzertieren – und das wegen der großen Nachfrage sogar zweimal am Abend.

Anissa Baniahmad, Querflötistin im Nationalorchester Mannheim, Johanna Stier, die Solooboistin in der NDR Radiophilharmonie Hannover ist, Nemorino Scheliga, freischaffender Klarinettist und bis 2020 Soloklarinettist beim Staatsorchester Stuttgart, Marc Gruber, Horn und Theo Plath, Fagott – beide bekleiden beim Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks die Solopositionen ihrer Instrumente – haben sich 2014 im Bundesjugendorchester kennengelernt.

Vielfach mit Preisen ausgezeichnet – beispielsweise beim Deutschen Musikwettbewerb und beim ARD-Musikwettbewerb – sind die Stipendiaten der Mozartgesellschaft Dortmund gern gesehene Gäste bei renommierten Festivals im In- und Ausland.

Ihr Kempen-Debüt begannen die  jugendlich-frisch auftretenden und voller Musizierfreude agierenden Instrumentalisten mit einer Bläserbearbeitung der Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Cosi fan tutte“ von Ulf Guido Schäfer. Trotz brillanten Laufwerks und edler Tongebung fehlte hier an einigen Stellen die letzte Präzision.

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In „Le tombeau de Couperin“ – im Original eine Klavierkomposition – hat sich Maurice Ravel (1875-1937) formal der vorklassischen Suite bedient und auf meisterliche Weise Archaismus und Modernismus verschmolzen. Mason Jones hat vier der sechs Sätze einfühlsam für Bläserquintett bearbeitet. Jedem der  Musiker sind dankbare, teils virtuose Aufgaben zugedacht, die die Gäste souverän und punktgenau aufeinander abgestimmt meisterten.

Noch eine Steigerung brachten die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky (1838-1881) – ebenfalls im Original für Klavier solo – bei dem das Quintett die Zuhörer dank faszinierender klanglicher Delikatesse musizierend durch die Gemäldeausstellung des Mussorgsky-Freundes Hartmann führte. Wesentliche Faktoren für diesen rundum fesselnden Eindruck waren einmal die frappierende, mit hoher Musikalität gepaarte Instrumentenbeherrschung der „Monets“ und ebenso die rundum gelungene Bläser-Bearbeitung von Joachim Linckelmann.

Eine sommerlich-spritzige Zugabe mit Klarinettendominanz war der Dank der Musiker für den reichen Applaus des Publikums. Hoffentlich auf baldiges Wiederhören.