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Parkour-Anlage soll in den Grefrather Schwingbodenpark

Grefrath : Parkour-Anlage soll in Schwingbodenpark

Die Diskussion um eine Anlage für das Jugend- und Sportprojekt „Le Parkour“ in Grefrath geht weiter. Auf Antrag der FDP-Fraktion stand dieses nun auf der Tagesordnung der Sitzung des Grefrather Jugend-, Sozial- und Seniorenausschusses.

Vor knapp zwei Jahren hatten Jugendliche, die die Trendsportart gemeinsam trainieren, ihre Pläne für eine Parkour-Anlage – bestehend aus Elementen wie Stangen und Betonwänden sowie einem Tartanboden als Fallschutz – der Politik in Grefrath erstmals vorgestellt. Verschiedene Fördermöglichkeiten und Standorte wurden seither diskutiert.

„Dieses Hin und Her kann man den Jugendlichen, die sich viel Arbeit gemacht haben, nicht verkaufen“, so Birgit Jahrke (FDP). Man sollte das Projekt nun auf jeden Fall umsetzen. Widerspruch gab es da nur von den Grünen. Man halte das Projekt für wichtig, so Bettina Wimmers (Grüne), wollte dafür aber keine Mittel im Gemeindehaushalt bereitstellen. Schließlich habe man die Sanierung des Grefrather Freibades mit Blick auf die Kosten erst einmal zurückgestellt. Da könne man nun nicht ein anderes Projekt finanzieren, meinte Bettina Wimmers. „Wir sollten jetzt nicht eine Gruppe gegen die andere ausspielen“, entgegnete unter anderem Birgit Jahrke.

Nun stellt sich die Frage, welcher Standort für die Anlage am besten geeignet ist. Zur Wahl stehen der Schwingbodenpark und eine Fläche am Jugendkulturhaus Dingens am Rathausplatz in Grefrath. Die Jugendlichen signalisierten in der Ausschusssitzung, dass sie den Standort im Park favorisieren. Auch die Politik sprach sich einstimmig für den Schwingbodenpark aus. Einen Haken gibt es noch: Der Kreis Viersen hat bereits einen Zuschuss über 75.000 Euro für das laut Kostenvoranschlag rund 150.000 Euro teure Projekt signalisiert – allerdings für den Standort am Jugendtreff Dingens.

Im September 2018 hatte die Grefrather Gemeindeverwaltung beim Kreis Viersen die Förderung der Parkour-Anlage als Erweiterung des Dingens beantragt, schilderte Sozialamtsleiter Volkmar Josten. Ob dies nun auch im Park verwirklicht werden könnte, müsse man noch einmal mit dem Kreis erörtern. Josten versucht, nun zeitnah eine Antwort darauf zu bekommen.