1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Neues Hallenbad entsteht im "Aqua Sol" in Kempen

Kempen : „Aqua Sol“ in Kempen: Mittwoch Startschuss für Badumbau

Die Stadtwerke Kempen investieren rund 7,7 Millionen Euro in ein neues Hallenbad. Die Arbeiten sollen im laufenden Betrieb stattfinden.

Die Verantwortlichen sind von dem Weg, den sich nun beschreiten werden, überzeugt. An einem Umbau des Badezentrums „Aqua Sol“ an der Berliner Allee in Kempen geht kein Weg vorbei. Die Stadtwerke Kempen als Badbetreiber nehmen dafür sehr viel Geld in die Hand. Auf rund 7,5 Millionen Euro hatte der beauftragte Architekt Dirk Neugebauer aus Waltrop bei Dortmund den Bau des neuen Hallenbades samt Fitnessbecken und neuem Kleinkinderbereich kalkuliert. Mit dem Umbau wollen die Stadtwerke die Zukunft des Badezentrums langfristig sichern. Denn die Besucherzahlen – auch im beliebten Freibad – gehen seit einigen Jahren zurück. Die Technik des bestehenden Hallenbades ist veraltet, das Gebäude selbst muss dringend auch energetisch saniert werden.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten längst angefangen haben. Doch erst am morgigen Mittwoch, 9. Januar, vier Monate nach dem ursprünglichen Baubeginn, werden die Bagger mit den Vorarbeiten im Bereich des 50-Meter-Außenbeckens beginnen. Das wird aufgegeben, um dort das neue Hallenbad zu errichten. Weil sich plötzlich Fördermöglichkeiten aus einem Bundesprogramm ergaben, wurde der erste Spatenstich Anfang September verschoben. Nachdem lange unklar war, ob die Stadt für das Projekt überhaupt Zuschüsse bekommen kann, hat der Stadtrat im Dezember beschlossen, den Förderantrag zurückzuziehen.

Denn noch länger wollten die Verantwortlichen mit dem Baubeginn nicht warten. Die Verzögerung kostet die Stadtwerke nicht nur wertvolle Zeit, sondern bescherte dem 100-prozentigen Tochterunternehmen der Stadt, auch Mehrkosten von rund 200.000 Euro. Auch der angepeilte Termin der Fertigstellung im Frühjahr 2020 wird nicht einzuhalten zu sein. Nun rechnen die Stadtwerke mit einer Eröffnung des Hallenbades für Herbst 2020. Was bleibt, ist der Plan, das neue Hallenbad im 50-Meter-Sportbecken im Außenbereich zu bauen. Dass dieses Becken dafür aufgegeben wird, hatte im Frühsommer vergangenen Jahres für Diskussionsstoff gesorgt. Eine Initiative von Schwimmern startete eine Initiative zum Erhalt des Beckens. Doch die Stadtwerke blieben bei ihrer Planung.

Nach der Fertigstellung des neuen Hallenbades soll die alte Schwimmhalle abgerissen werden. Dort soll ein Hotel entstehen, das ein bislang unbekannter Privatinvestor aus Norddeutschland plant.