Neues Computersystem der Volksbank bringt temporäre Einschränkungen

Kempen / Grefrath : Volksbank mit neuem Computersystem

Wegen der Umstellung gibt es am Wochenende für die Kunden einige Einschränkungen.

Der Volksbank Kempen-Grefrath steht ein spannendes Wochenende bevor. Das komplette Computersystem wird umgestellt. „Wir sind gut vorbereitet“, sagte am Mittwoch Vorstand Helmut Thönes. Es sei das erste Mal, dass die Volksbank ihr System komplett herunterfährt und abschaltet: „Wir ziehen quasi den Stecker und starten alle Systeme neu.“

Die Kunden müssen angesichts der Umstellung am Wochenende einige Beeinträchtigungen in Kauf nehmen. Die Geschäftsstellen schließen am Freitag bereits um 12 Uhr. Die Geldautomaten stehen zwischen Freitag, 12 Uhr, und Montag, 8 Uhr, nicht zur Verfügung. Auch der Kontoauszugsdrucker wird abgeschaltet. Die EC-Karte ist in diesem Zeitrum nur eingeschränkt nutzbar. Jeder Kunde kann nur über einen Betrag von 500 Euro pro Tag verfügen. Die Volksbank empfiehlt daher, sich rechtzeitig mit Bargeld einzudecken. Kreditkarten allerdings sind uneingeschränkt nutzbar. Auch die Online-Angebote sind am Wochenende eingeschränkt, zwischen Freitag, 12 Uhr, und Montag, 10 Uhr, sind weder Online-Banking noch Online-Brokerage möglich.

Grund der Umstellung ist die Fusion der beiden bisherigen Rechenzentren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Künftig gibt es für alle Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland ein einheitliches Banksystem. Die ersten Vorbereitungen starteten in den Banken vor mehr als anderthalb Jahren. „Seit dem Frühjahr wurde jeder Mitarbeiter geschult und mit dem neuen System vertraut gemacht“, sagt Projektleiter Markus Dellen.

Das neue System mit dem Namen „agree21“ soll leistungsfähiger und komfortabler sein als das alte. Mitglieder und Kunden werden ebenfalls zahlreiche Neuerungen bemerken. Das Online-Banking erhält eine neue Optik und, ebenso wie die VR-Banking-App, erweiterte Funktionen zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit.

(hd)
Mehr von RP ONLINE