Neues Angebot im Kindergarten an der Ostraße in Oedt: „Kita-Einstieg“.

Oedt : St. Vitus: Gruppe für Eltern und Kinder

Das neue Angebot im Kindergarten an der Ostraße in Oedt beruht auf dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg“. Die Teilnahme ist kostenlos und verpflichtet zu nichts.

„Unser erster Termin ist gut angenommen wurden, und alle waren von den anderthalb Stunden begeistert“, dieses Fazit zieht Sylvia Fretz nach dem Auftakt des neuen Eltern-Kind-Angebots „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“. In der katholischen Kita St. Vitus Oedt trafen sich erstmalig Eltern zusammen mit ihren Kindern, die noch keinen Kindergarten besuchen. Im großen Mehrzweckraum bot die Pädagogin nach dem gemeinsamen Bewegungslied „Aramsamsam“, das auch zukünftig der Starter sein soll, Spiele, Leseecke, eine Bewegungsbaustelle und vor allen Dingen den Austausch an.

Das ganze Angebot beruht auf dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Damit fördert das Ministerium niedrigschwellige Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten, begleiten und Hürden abbauen. Die Angebote richten sich an Familien, die bislang nur unzureichend von einer Kindertagesbetreuung erreicht werden. Eltern mit Kindern von null bis zu sechs Jahren beziehungsweise deren Eltern sind angesprochen.

Im Rahmen des Bundesprogrammes wurde Fretz im Oktober 2018 bei der Stadt Tönisvorst angestellt, wobei sie sowohl für die Apfelstadt als auch die Gemeinde Grefrath zuständig ist. Mit einem Netzwerkaufbau nahm die pädagogische Fachkraft ihre Arbeit auf. Zu ihren Aufgaben gehört auch die mobile Beratung von Eltern. In diesem Rahmen gilt es zu schauen, wo Bedarf vorliegt und was gewünscht ist. Fretz stellte fest, dass es das Angebot einer solchen Eltern-Kind-Gruppe, die eine Hinführung zu einer Kita und in die Tagespflege bietet, in Oedt nicht gibt. Grefrath ist gut aufgestellt, der kleinere Ortsteil hingegen nicht.

 In der Kita St. Vitus fand sich sofort ein Partner, der seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Das Programm läuft in Kooperation mit dem Familienzentrum Mülhausen-Oedt (Famo). „Wir finden, dass ein Angebot, das Eltern und Kinder anspricht, auch in einem entsprechenden Ambiente mit einer schönen Atmosphäre stattfinden soll. Daher stellen wir unseren Mehrzweckraum zur Verfügung“, sagt Kita-Leiterin Marita Heinze.

Manfred Wolfers jun. vom Kita-Trägervertreter, der katholischen Kirchengemeinde St. Benedikt, fügt an, dass das von Fretz aufgestellte Programm sie alle direkt angesprochen habe. „Wir haben den Raum und organisatorisch bekommt man alles bestens geregelt. Zumal die Eltern auf diesem Weg direkt ein Stück Kita-Leben kennenlernen können“, sagt Wolfers. In der Gemeinde hofft man nun, dass sich das kostenfreie Angebot weiter herumspricht und unter anderem auch Menschen mit Migrationshintergrund anzieht. „Gerade Familien, die nicht mobil sind, profitieren von dem neuen Angebot in Oedt“, bemerkt Franziska Heyer vom Famo. Das Angebot ist offen. Kein Besucher geht in irgendeiner Form eine Verpflichtung ein. Jeder kann das Angebot nach eigenen Bedürfnissen in Anspruch nehmen und kommen und gehen, wann er will. Fretz möchte das gleiche Angebot auch in St. Tönis auf die Beine stellen. Dort ist sie derzeit noch auf der Suche nach einer Kita, die entsprechende Räumlichkeiten einmal pro Woche zur Verfügung stellen kann. Das Projekt in der Kita St. Vitus geht bis zum 31. Dezember 2020, dann läuft das Bundesprogramm aus.