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Neueröffnung von Möbel Wehnen in Grefrath

Unternehmen in Grefrath : Möbel Wehnen in Grefrath: Familie investiert in Modernisierung

Die Neueröffnung von Möbel Wehnen in Grefrath wurde jetzt im kleinen Kreis gefeiert. Dabei war die Investition groß. Die beiden Häuser am Pastoratshof sind völlig neu konzipiert und gestaltet worden.

Die beiden Standorte von Möbel Wehnen am Pastoratshof 20 und 33 in Grefrath sind geblieben. Doch beide Häuser sind innerhalb von anderthalb Jahren komplett umgekrempelt worden. Die grellgelbe Fassade des früheren SB-Hauses mit Möbeln zum Mitnehmen ist einem gedeckten Anthrazit gewichen. Und auch das Innenleben wurde völlig neu konzeptioniert.

Die Neueröffnung konnte coronabedingt nur im kleineren Kreis gefeiert werden. Gekommen waren Landrat Andreas Coenen und Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz. „Eine siebenstellige Summe“ hat Familie Wehnen nach eigenen Angaben in die Hand genommen, um die beiden Häuser neu aufzustellen. Bereits Ende letzten Jahres wurde das Küchenstudio, das nun auch Bäder und Tischgruppen zeigt, eröffnet. Jetzt ist der letzte und größte Umbauabschnitt beendet.

Auf 5000 Quadratmetern bietet das Möbelhaus im ehemaligen SB-Bereich nun Polstermöbel, Wohnwände und Fernsehsessel in allen Preisgruppen und großer Auswahl. Im Obergeschoss erwarten den Kunden Boxspringbetten, Kleiderschränke, Kleinmöbel und ein Matratzenstudio. Die Häuser wurden generalüberholt mit neuer Klima- und Lichttechnik.

Die Möbel werden zum Teil innerhalb von geschmackvoll eingerichteten und dekorierten Schauzimmern präsentiert. Große Lichtwände zeigen Motive aus der Region, etwa die Dorenburg oder die Hinsbecker Mühle. Ganz verabschiedet hat man sich nach 25 Jahren von der Einteilung in ein preislich günstigeres SB-Haus und ein Haus mit höherpreisigen Möbeln. „Das fanden wir nicht mehr zeitgemäß“, sagt Marketing-Chef Thorsten Passargus.

Auch sei das Pendeln zwischen zwei Vollsortimenthäusern für den Kunden umständlich gewesen. „Jetzt zeigen wir die ganze Produkttiefe in einem Haus.“ Dafür hat man sich von kleineren Bereichen, etwa der Boutique, verabschiedet. Unverändert blieb allein das Babystudio auf 1600 Quadratmetern, das weit über die Region hinaus Kunden anzieht.

Nach der harten Umbauphase mit weiter geöffnetem Betrieb weicht bei den Geschwistern Katja (44) und Axel (48) Wehnen der Stress langsam dem Stolz auf das Erreichte. Gemeinsam mit ihrer Schwester Ellen Hegger sind sie Geschäftsführer und Gesellschafter von Möbel Wehnen. Das Familienunternehmen ist seit 165 Jahren in Grefrath verankert.

Neben der althergebrachten Schreinerei eröffneten die Großeltern Karl und Katharina Wehnen 1935 das erste Möbelhaus. Weitergeführt wurde es von Tina und Werner Wehnen. Seit 2012 wird es von den jetzigen Inhabern in Alleinverantwortung geleitet. 70 Mitarbeiter beschäftigt Möbel Wehnen, teils schon seit Jahrzehnten. Die Mitarbeiter waren in den Umbau intensiv eingebunden. „Da kamen viele Ideen, die haben ganz schön Einfluss genommen“, sagt Katja Wehnen.