Neue Wohngebäude der GWG an der Bahnstraße in Grefrath fertig

Schlüsselübergabe : Neuer Wohnraum in Grefrath

Das GWG-Mehrfamilienhaus an der Bahnstraße ist nach nur 15 Monaten fertig. Die ersten Mieter sind schon eingezogen und fühlen sich sehr wohl. Bald fahren weitere Umzugswagen vor.

In einer Bauzeit von nur 15 Monaten errichtete die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (GWG) für den Kreis Viersen ein Mehrfamilienhaus mit 18 öffentlich geförderten Wohnungen an der Bahnstraße 62a in Grefrath. Mit einem kleinen Fest in einem eigens errichteten Zelt feierten die neuen Mieter gemeinsam mit Mitgliedern der GWG und der Gemeinde Grefrath die symbolische Schlüsselübergabe.

GWG-Vorstand Michael Aach freute sich über ein „wunderbares Ereignis“ und lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, in deren Eigentum sich das zuvor brachliegende Grundstück befand. Landrat Andreas Coenen, der auch im Vorstand der GWG aktiv ist, nannte den Bau einen wichtigen Beitrag, um den Mangel an preiswertem Wohnraum zu beheben. Denn tatsächlich beläuft sich die Kaltmiete auf sehr preiswerte 5,05 Euro. Auch die Nebenkosten sollen überschaubar bleiben, da die Wohnungen, ebenso wie Nachbargebäude, das Rathaus und das Feuerwehrgerätehaus mit Nahwärme durch die Gemeindewerke Grefrath versorgt werden.

Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz freute sich über den „ansehnlichen Bau“ und eine solide Finanzierung. Der dreigeschossige Neubau nach Plänen des Düsseldorfer Architekturbüros JEP Ergoecmen-Backhaus zeigt mit seiner Schmalseite zur Straße hin und erstreckt sich in die Tiefe des Grundstücks hinein, wo auch die Parkplätze angelegt wurden. Die Außenseite ist im Wechsel zwischen hellem Putz und einem bräunlichen Klinker gestaltet. Alle Wohnungen sind mit bodentiefen Fenstern ausgestattet und verfügen über einen Balkon mit Milchglasverkleidung oder eine kleine Terrasse. Es gibt sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen von je gut 50 Quadratmetern und zwölf Drei-Zimmer-Wohnungen von je rund 70 Quadratmetern.

Die Wohnungen waren sehr schnell vermietet, Voraussetzung war jedoch ein sogenannter Wohnberechtigungsschein. Sie erschließen sich über ein mittiges Treppenhaus mit Aufzug. Der Boden ist mit einem Vinylboden, der an Eichendielen erinnert, ausgestattet. Alle Wohnungen verfügen über Fußbodenheizung und sind barrierefrei. Der Umzug der neuen Mieter erfolgt in zwei Abschnitten.

Hildegard (80) und Walter (82) Mertins sind bereits am 22. Juni in eine der kleineren Wohnungen im ersten Geschoss eingezogen. Sie kommen aus Dortmund und wollten in der Nähe ihrer Tochter leben. „Es geht uns sehr gut hier“, versichern sie. Möglichst bald einziehen will Sabrina Schnieder (39) mit ihrer Tochter Celina (18). Die beiden haben eine größere Wohnung angemietet, in der auch Sohn Marvin (13), der beim Vater lebt, zu Besuch kommen kann.

Bei der GWG setzte man hinsichtlich der Auswahl der Mieter bewusst auf eine Mischung. Senioren und junge Familien sollen hier Heimat finden. Auf dem Außengelände werden demnächst ein offenes Gartengelände und ein Spielplatz errichtet.Das geschieht allerdings erst, nachdem die Sanierung der Nachbarhäuser Bahnstraße 64 und 64a, die ebenfalls im Besitz der GWG sind, abgeschlossen ist. „Wir wollen keine trennenden Mauern oder Zäune. Wir setzen auf Offenheit, hier soll ein Quartier entstehen“, sagt Falk Figgemeier von der GWG.

Mehr von RP ONLINE