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Neue Leitung an der Liebfrauenschule in Mülhausen vorgestellt

Liebfrauenschule : Teamplayer an der Spitze der Traditionsschule

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres hat Christoph Aretz als neuer Direktor die Arbeit an der Liebfrauenschule Mülhausen aufgenommen. Ihm zur Seite stehen Sara Falk und Andrea Schmitz.

Mit Christoph Aretz ist kein Unbekannter an die Spitze der Liebfrauenschule Mülhausen getreten. Der Kempener unterrichtet seit 17 Jahren an dem Gymnasium die Fächer Physik, Mathematik und Informatik. und hatte zudem zuletzt die Position des stellvertretenden Schulleiters inne. Unterrichten ist dabei das erste Stichwort für den neuen Schulleiter. Auch wenn er nun für die gesamte Schule verantwortlich ist, so will der 50-Jährige weiterhin unterrichten. „Das liegt mir am Herzen. Es ist eine große Aufgabe, die Liebfrauenschule zu managen. Wir haben diese Aufgabe mit gleich zwei Stellvertreterinnen nicht nur auf mehrere Schultern verteilt, sondern möchten auch die anderen Kollegen verstärkt in die Verantwortung nehmen, damit wir auch weiter unterrichten können“, sagt Aretz. Er bezeichnet sich und seine beiden Stellvertreterinnen Sara Falk und Andrea Schmitz als Teamplayer.

Aretz liegt es sehr am Herzen, die hervorragende Arbeit seines Vorgängers als Schulleiter, Lothar Josten, fortzusetzen und entsprechend des sich ständig in Veränderung befindlichen Schullebens auszubauen. Josten ist mit dem Ende des abgelaufenen Schuljahres in Ruhestand gegangen. Zu den künftigen Herausforderungen gehört die Digitalisierung. An der Liebfrauenschule existieren bereits drei Tabletklassen. Mit dem nun beginnenden neuen Schuljahr kommen fünf weitere Klassen dazu, die weitgehend digital unterrichtet werden.

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In der Praxis sieht es so aus, dass die Tablets nicht den gesamten Unterricht bestimmen, sondern zielgerichtet eingesetzt werden. Handschriftliches wird es also weiterhin geben. „Die Tablets sind ein Teil der allgemeinen Arbeit. Wobei wir diese zum Beispiel für die Kursnotizbücher unserer Schüler nutzen“, sagt Sara Falk, die seit 2015 an der Liebfrauenschule Deutsch und Chemie unterrichtet. Ein verantwortungsbewusster Umgang nicht nur mit dem Tablet, sondern mit den Sozialen Medien allgemein ist der Schulleitung wichtig. So gehört es zum Standard, dass jeder Schüler der Liebfrauenschule eine eigene E-Mail-Adresse hat.

Im Rahmen der Digitalisierung spielt die Fortbildung der Lehrer in diesem Sektor eine wichtige Rolle. „Wir müssen uns immer einen Schritt vor den Schülern bewegen. Generell kann man sagen, dass die modernen Medien uns die Möglichkeit geben, den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten“, sagt Andrea Schmidt, die in Mülhausen seit 2001 Biologie und Chemie lehrt.

Ganz wichtig ist es der neuen Leitung der Liebfrauenschule, dass die Schüler nicht nur Wissen für sich mitnehmen, sondern auch auf das Leben vorbereitet werden. „Wir möchten unsere Schüler gut aufs Studium oder eine Ausbildung vorbereiten“, betont Aretz. Dazu gehört auch das Vermitteln von Werten. Die Liebfrauenschule sei durch eine besondere Atmosphäre der Offenheit, Freundlichkeit und des Miteinanders geprägt, fügt der Schulleiter an. Ein Fundament, auf dem aufgebaut werden kann.

Dass diese besondere Atmosphäre schon immer da gewesen ist, können Aretz und Falk untermauern. Die beiden Pädagogen besuchten bereits als Schüler die Liebfrauenschule und machten dort ihr Abitur. „Das positive Erleben von Schule hat mich persönlich auf den Weg gebracht, Lehrerin zu werden. Was ich erlebt habe, möchte ich Schülern weitergeben“, sagt Falk. Diese gute Erfahrung kann Aretz nur bestätigen. Wenngleich er seinen Entschluss, Lehrer zu werden, der Mitgliedschaft bei den Pfadfindern verdankt. „Ich habe dort gemerkt, dass ich gut mit Kindern und Jugendlichen klar komme“, sagt Aretz, der nach drei Semestern der Elektrotechnik aufs Lehramt umschwenkte und dies nie bereut hat. Wünsche für die Zukunft gibt es an der Liebfrauenschule auch, wenngleich der Träger schon vieles realisiert hat. Neue Dächer, Böden und Möbel gehören unter anderem dazu. Auf der Wunschliste stehen noch die Renovierungen der naturwissenschaftlichen Räume.