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Stadt Kempen: Neubauten finden bei einigen Anwohnern keinen Gefallen

Stadt Kempen : Neubauten finden bei einigen Anwohnern keinen Gefallen

In den beiden Mehrfamilienhäusern an der Ecke Königsberger-/Breslauer Straße in Kamperlings entstehen insgesamt 21 barrierefreie Mietwohnungen.

Für die Stadt Kempen sind die beiden neuen Mehrfamilienhäuser durchaus sehr wichtig, entstehen an der Ecke Königsberger-/Breslauer Straße in Kamperlings doch Mietwohnungen, die in der Thomasstadt dringend gebracht werden. Bereits im Vorfeld des Bauprojektes hatte es Diskussionen gegeben. Zum einen verschwand eine Wiese an der Straßenecke, die von Kindern aus der Nachbarschaft gerne zum Spielen genutzt wurde, zum anderen wurde der Flachbau abgerissen, in dem sich eine Gaststätte befand, die ein beliebter Treffpunkt in dem Viertel war. Die Pizzeria, die sich dort zuletzt befand, ist längst zur St. Töniser Straße übersiedelt. Als der Gebäudekomplex abgerissen wurde, war vielen Anwohnern nicht klar, was auf dem Grundstück entstehen sollte. Und obwohl die Rheinische Post mehrfach über das Bauvorhaben der beiden Investoren Christian Alberts und Jakob van Straelen berichtet hat, meldeten sich in den vergangenen Tagen Anwohner bei der Redaktion, die das Projekt kritisieren. Es sei zu massiv und passe nicht ins Wohnviertel. Im Übrigen werde sich der ohnehin schon sehr knappe Parkraum weiter verringern, wenn die 21 Mietwohnungen im kommenden Jahr erst mal bezogen seien.

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Diskutiert wurden das Bauvorhaben bereits im vergangenen Jahr ausführlich von den Kempener Politikern im zuständigen Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz. Erste Pläne, die einen einzigen Baukörper im Eckbereich vorsahen, musste der von den Investoren beauftragte Architekt überarbeiten. So entstand die Lösung mit den zwei Mehrfamilienhäusern. Der Ausschuss stimmte der geänderten Planung schließlich zu, auch weil die Politiker die Notwendigkeit sahen, den Mietwohnungsbau in Kempen voranzubringen.

Dass die Anwohner über das Projekt nicht im Vorfeld informiert wurden, wird jetzt auch kritisiert. Für Bauvorhaben in einer solchen Größenordnung findet aber in der Regel keine vorherige Bürgerinformation statt. In mehreren Sitzungen des zuständigen Planungsausschusses wurde darüber von Planungsamtsleiter Heinz-Peter Cox berichtet, auch die RP stellte das Vorhaben immer wieder vor.

(RP)