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Neubaugebiet für Kempen-Tönisberg erschlossen

Kempen : Neubaugebiet für Tönisberg erschlossen

Am Ortsrand des Kempener Stadtteils wird das bestehende Baugebiet An Haus Padenberg erweitert. Die Stadt Kempen hat die Erschließung beendet, nun sollen die 15 Grundstücke vermarktet werden.

Beim Amt für Liegenschaften im Kempener Rathaus gibt es bereits eine Liste von bauwilligen Häuslebauern, die sich für ein Grundstück in dem neuen, kleinen Baugebiet in Tönisberg interessieren. In den vergangenen Monaten hat die Stadt dort die Erschließung für 15 Grundstücke vornehmen lassen. Der Technische Beigeordnete der Stadt Kempen, Torsten Schröder, rechnet damit, dass die ersten Grundstücke möglicherweise bereits ab Herbst dieses Jahres bebaut werden können.

Der Bebauungsplan sieht für das etwa 10.000 Quadratmeter große Gelände Grundstücke für sieben frei stehende Einfamilienhäuser und acht Doppelhaushälften vor. Die Straße, die das kleine Wohnviertel durchzieht, wurde bereits in Hoensbroech-Straße benannt Mit diesem Namen soll an das Grafengeschlecht Hoensbroech erinnert werden, denen Haus Padenberg am Fuß des Neubaugebietes im Mittelalter gehörte. Den Vorschlag dazu machte seinerzeit der CDU-Ortsausschuss gemeinsam mit dem Heimatverein Tönisberg.

Die Stadtwerke Kempen realisieren für das neue Baugebiet ein spezielles Nahwärmekonzept. Auf der Suche nach einem Standort für zwei Kraftwärmekoppelungsanlagen sei man im Keller der Evangelischen Kirche am benachbarten Feldweg fündig geworden, berichtet Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Ferling. Und dort schlägt das städtische Versorgungsunternehmen sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Anlage wird das Gotteshaus gleich mitbeheizen. Die alte Ölheizung hätte ohnehin ausgetauscht werden müssen. Mit der Nahversorgung in Baugebieten machen die Stadtwerke in jüngster Zeit gute Erfahrungen. Im Neubaugebiet „Auf dem Zanger“ in St. Hubert bietet man den dortigen Hausbesitzern eine ähnliches System der Nahwärmeversorgung an. In weiten Teilen des Kempener Stadtgebietes gibt es seit den 1960er-Jahren ein Fernwärmenetz der Stadtwerke, das immer wieder modernisiert wird. Die Heizzentrale im Keller der Evangelischen Kirche in Tönisberg besteht aus zwei Modulen mit 20 Kilowatt beziehungsweise 5,5 Kilowatt elektrischer Leistung. Es gibt zwei Brennwertthermen mit jeweils 60 Kilowatt Wärmeleistung.

Erschlossen wird das kleine Neubaugebiet übrigens von der Bergstraße aus. Das ursprüngliche, erste Baugebiet „An Haus Padenberg“ gibt es bereits seit 15 Jahren. Die Nähe zum Ortskern ist auch für die Erweiterung, die nun bebaut werden soll, interessant. Auch die Ortsrandlage im Grünen mit Blick auf den Wartsberg und den Förderturm der ehemaligen Zeche ist ein Plus.