Neuanfang beim Bundesligisten Crefelder HTC

Hockey : Neuanfang beim Bundesligisten Crefelder HTC

Nach zwölf Abgängen erfolgte ein großer Umbruch im Team von Trainer Robin Rösch, dessen Kapitän künftig Niklas Wellen ist.

Vor dem Start in eine Saison wird gerne der Begriff des Neuanfangs bemüht. Selten war dieser jedoch passender als bei den Hockeyherren des Crefelder HTC. Neun, teils internationalen Neuzugängen, stehen zwölf Spieler, die den Verein verlassen haben, gegenüber. Die Gründe für die Abgänge sind dabei vielfältig. Mit Oskar Deecke und Linus Butt haben zwei absolute Leistungsträger ihre erfolgreichen Karrieren nun auch im Verein beendet. ,wie Mark Appel und Florian Pelzner, wechseln innerhalb der Bundesliga den Verein oder nehmen sich eine Studien bedingte Auszeit, wie dies bei Felix Wild und Max van Laak der Fall ist. Da sich viele der Veränderungen frühzeitig abgezeichnet haben, begab sich die sportliche Leitung um den Vorsitzenden Dirk Wellen und Herren-Coach Robin Rösch bereits Ende der vergangenen Spielzeit auf die Suche nach passender Verstärkung. Fündig wurden sie dabei vor allem im Ausland, genauer gesagt in Großbritannien.

Mit Michael Robson, der bereits in der vergangenen Hinrunde das CHTC-Trikot trug, dem 200-maligen irischen Nationalspieler und Olympiateilnehmer Paul Gleghorne und dem offensiven Mittelfeldspieler Neal Glassey erhöht sich die Anzahl der Iren im CHTC-Kader auf vier, da Matthew Bell weiterhin dabei ist. Zudem verstärken mit den beiden Walisern Ben Francis und Daniel Kyriakides und dem Südafrikaner Daniel Sibbald drei weitere Nationalspieler die Herren. Da ist es wenig verwunderlich, dass die Kommunikation auf und neben dem Platz neuerdings hauptsächlich auf Englisch stattfindet. „Wir hatten eine sehr intensive Vorbereitung und konnten dort schon einen spannenden Entwicklungsprozess beobachten. Die Neuen bringen viel Erfahrung mit, wovon alle profitieren. Dennoch werden wir Geduld brauchen, um uns zu finden“, betont Rösch im Vorfeld. Neben John Becker-Flügel und Mats Westphal aus der eigenen Jugend kommen mit Torhüter Jonas Radeke (SW Neuss) und Mittelfeldspieler Philipp Jansen (Gladbacher HTC) auch zwei Spieler aus dem Westen hinzu. Die vielen Umstellungen sind auch der Hauptgrund dafür, dass bewusst kein festes Saisonziel ausgegeben wird. Natürlich soll eine möglichst gute und konstante Saison gespielt werden, wie sich diese Leistung jedoch in der Tabelle widerspiegelt ist, da auch bei vielen anderen Teams ein Umbruch stattgefunden hat, schwer zu einzuschätzen. „Rot-Weiß Köln ist für mich Top-Favorit, direkt dahinter folgen Mannheim und Mülheim. Die Hamburger Teams haben sich neu aufgestellt und mit dem Hamburger Polo Club ist ein starker Aufsteiger hinzugekommen“, erläutert Robin Rösch.

Niklas Wellen wird das neuformierte Team als Kapitän in die Saison führen. Zwar steigen viele Spieler erst nach und nach in die Vorbereitung ein, dennoch gelingt die Integration der Neuzugänge bisher sehr gut, wozu auch verschiedene Teambuilding Maßnahmen und Unterstützung durch Teammanagerin Perdita Michler beitragen.

Zum Auftakt am 25. August treten die Seidenstädter um 14 Uhr beim Vorjahresfünften Club an der Alster. Mit Constantin Staib und Johannes Grosse verließen im Sommer gleich zwei Nationalspieler die Rot-Weißen und auch Führungsspieler Jonathan Fröschle wechselte zum Hamburger Polo Club. Somit steht auch das Team von Coach Fabian Rozwadowski vor einem Umbruch. Ein Wiedersehen gibt es mit Mark Appel, der bis zum Sommer im Tor der Krefelder stand und dort den Sprung ins Nationalteam schaffte.