Stadt Kempen: Navi-Diebe wieder in Kempen unterwegs

Stadt Kempen : Navi-Diebe wieder in Kempen unterwegs

Mindestens sechs Fahrzeuge haben Unbekannte in der Nacht zu Montag in der Innenstadt aufgebrochen. Auch Lenkräder mit Airbags wurden ausgebaut. Die Polizei bittet um Wachsamkeit.

Die Anzeigen von Autobesitzern, denen ein Navigationsgerät aus ihrem Wagen gestohlen wurde, nehmen zu. Fast täglich gehen auch bei den zuständigen Dienststellen der Kreispolizeibehörde solche Diebstahlsmeldungen ein. Für die betroffenen Autobesitzer ist häufig neben dem Verlust des Gerätes vor allem der Ärger über das Vorgehen der Diebe groß. Nicht nur Scheiben werden eingeschlagen, um in den Innenraum der Fahrzeuge zu gelangen. Oft gehen die Täter beim schnellen Ausbau von fest installierten Geräten wenig zimperlich vor. Da wird dann schon mal das Armaturenbrett derart demoliert, dass es gleich mit ausgetauscht werden muss. Das Ganze ist dann ein Fall für die Versicherung, die im Regelfall die Reparatur im Rahmen der Teilkasko übernimmt.

Mindestens sechs Fahrzeuge haben unbekannte Diebe in der Nacht zum gestrigen Montag in Kempen aufgebrochen und fest eingebaute Navigationsgeräte und teilweise auch Lenkräder mit Airbags ausgebaut und gestohlen. Das teilte die Polizei mit. Bislang wurden Tatorte auf den Straßen Von-Loe-Straße, Wilhelm-Grobben-Straße, Hugo-Herfeld-Straße, Ferdinandstraße, Siegfriedstraße und Heyerdrink bekannt. Dabei wählten die Diebe die meist in den Garagenzufahrten geparkten hochwertigen Fahrzeuge der Marken BMW und Mercedes aus.

Bei vielen betroffenen Autobesitzern ist die Angst groß, dass nach der Reparatur und Installation eines neuen Gerätes sich ein Diebstahl möglicherweise wiederholt. Diese Sorge ist nicht unbegründet. Die Polizei bittet daher besonders die Opfer der jüngeren Fahrzeugaufbrüche um besondere Wachsamkeit. "Es ist bekannt, dass die Diebesbanden wenige Wochen nach ihrer ersten Tat zu den Fahrzeugen zurückkehren. Denn dort sind sie sicher, dass sich nach dem ersten Diebstahl neuwertiger und damit lohnenswerter Ersatz der begehrten Beute in den Autos befindet", erklärt Polizeisprecherin Antje Heymanns. Dies gelte für fest eingebaute Navigationsgeräte, Airbags, Lenkräder und sonstiges hochwertiges Diebesgut, das üblicherweise nach einem Diebstahl wieder eingebaut wird. Heymanns: "Das wissen auch die Diebesbanden. Seien Sie daher besonders wachsam und parken Sie die Fahrzeuge nach Möglichkeit in den Garagen und nicht davor."

Die Kriminalpolizei hat die Erfahrung gemacht, dass die Täter oft zu Fuß oder wegen des größeren Aktionsradius auch mit mitgebrachten oder gestohlenen Fahrrädern in den Wohngebieten unterwegs sind. "Ihr Diebesgut verstecken sie in Tatortnähe und lassen es bei günstiger Gelegenheit einsammeln und mit Fahrzeugen abtransportieren", so die Kriminalhauptkommissarin.

Die Polizei ist daher nicht nur an Hinweisen zu verdächtigen Beobachtungen rund um die Tatorte interessiert, sondern sie bittet auch um Hinweise auf verdächtige Fußgänger oder Radfahrer und ungewöhnliche Verladeaktionen. "Wenn Sie nachts in Wohngebieten unterwegs sind, in denen hochwertige Fahrzeuge parken, und Sie bemerken Fußgänger oder Radler, die sich zu dieser Uhrzeit verdächtig benehmen, dann scheuen Sie sich nicht, uns über den Notruf 110 Ihre Beobachtungen mitzuteilen", so die Polizeisprecherin. "Eine polizeiliche Kontrolle werden unschuldige Passanten verstehen und unlautere Gestalten mindestens von einer Tatbegehung abhalten."

Hinweise zu den aktuellen Diebstählen bitte an die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02162 377-0.

(RP)