Stadt Kempen: Nabu zeichnet Evangelische Kirche aus

Stadt Kempen : Nabu zeichnet Evangelische Kirche aus

Nisthilfe im Turm der Kempener Thomaskirche ist ein Beitrag zum Schutz der Wanderfalken.

Im Rahmen des sonntäglichen Gottesdienstes in der Thomaskirche erhielt die Evangelische Kirchengemeinde Kempen kürzlich die Auszeichnung "Lebensraum Kirchturm" des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu). Die Auszeichnung mit entsprechender Urkunde gilt als Dank und Anerkennung für das besondere Engagement der Kirchengemeinde im Natur- und Artenschutz. Damit gehört die Thomaskirche jetzt zu den mehr als 800 Kirchen in Deutschland, die der Nabu und der Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen seit 2007 die Bereitstellung von Nistplätzen für Falken, Eulen, Dohlen und Fledermäusen ausgezeichnet haben. Das teilte jetzt der Sprecher der Nabu-Ortsgruppe Kempen-St. Hubert-Tönisberg, Peter Jeske, mit.

In diesem Frühjahr hatte Georg Lüdecke von der Nabu-Ortsgruppe in Kempen die Vorgespräche, die Auswahl des Standortes sowie den Bau und Einbau eines Turmfalkenkastens an der Südseite des Turms des Gotteshauses an der Kerkener Straße geführt. "Zum Bedauern des Konstrukteurs und des Nabu-Teams hat sich bis heute kein Turmfalke eingefunden. Vielleicht weil in relativer Nähe zur Thomaskirche, nämlich im südlichen Giebel des Altbaus der Berufsschule, bereits ein Turmfalkenpaar seine Jungen aufgezogen hat", berichtet Peter Jeske.

Die Nabu-Ortsgruppe freut sich dennoch über den Einbau dieser weiteren Nistmöglichkeit für Turmfalken in der Kempener Innenstadt. Bei der nächsten Inspektion soll zusätzlich noch eine Landestange angebracht werden, um die Nisthilfe den Falken noch attraktiver zu machen.

Im Turm der Kempener Propsteikirche hat der Nabu im vergangenen Jahr eine Nisthilfe für Wanderfalken installiert. Bereits in diesem Frühjahr konnte dort ein Falkenpaar beobachtet werden. Auch in anderen Orten im Kreis Viersen gibt es - meistens in Kirchtürmen - Nisthilfen. Der Nabu will den fast ausgestorbenen Greifvogel am Niederrhein wieder heimisch machen. Erste Erfolge haben sich eingestellt.

(rei)
Mehr von RP ONLINE