Stadt Kempen: Nabu unterstützt Caniceus-Antrag

Stadt Kempen : Nabu unterstützt Caniceus-Antrag

Projekt "Essbare Stadt" würde Naturschutz-Initiativen unterstützen.

Der Antrag des partei- und fraktionslosen Kempener Ratsherrn Jeyaratnam Caniceus stößt bei der Ortsgruppe Kempen-St. Hubert-Tönisberg im Naturschutzbund (Nabu) auf große Zustimmung. Wie berichtet hat Caniceus beantragt, der Stadtrat möge beschließen, dass sich Kempen dem Konzept "Essbare Stadt" anschließt und öffentliche Flächen mit Obst und Gemüse bepflanzt. Einen ersten Vorstoß in diese Richtung hatte Caniceus bereits vor einiger Zeit gestartet, damals gehörte er noch den Kempener Grünen an. Aus Partei und Fraktion ist er - wie berichtet - mittlerweile ausgetreten. Seine politische Arbeit setzt der Kempener aber als "Einzelkämpfer" im Stadtrat fort.

Mit seinem Antrag stößt er bei den Naturschützern in der Thomasstadt auf offene Ohren. Der Nabu ist begeistert von dem Plan, öffentliche Flächen mit Obst und Gemüse zu bepflanzen, würde er doch die eigenen Projekte sinnvoll ergänzen.

Nabu-Sprecher Peter Jeske verweist in diesem Zusammenhang auf das, was die Naturschützer in den vergangenen Jahren in Kempen bereits auf den Weg gebracht haben. Sie haben mit ihrem Projekt "Wildblumen" unter anderem mit der Blumenwiese auf dem Grünanger im Neubaugebiet an der Kreuzkapelle, der Wildwiese am Verwaltungsgebäude der Stadtwerke an der Heinrich-Horten-Straße und weiteren Wildwiesen in Kempen und St. Hubert einige erfolgreiche Schritte für mehr Naturschutz in der Stadt getan.

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Das Projekt "Essbare Stadt" finden die Nabu-Mitglieder auch deshalb gut, weil es "eine tolle, zeitgerechte Chance" sei, "neuen Lebensraum für heimische Pflanzen und Tiere zu schaffen und gleichzeitig das Wachsen, Pflegen und Ernten unmittelbar zu erleben, anstatt über Versiegelung und Verschotterung durch heimischen Basalt zu klagen", meint Nabu-Sprecher Peter Jeske. Denn auf den Flächen könnten die Bürger selbst aktiv werden, Produkte erzeugen und anschließend genießen.

Die Nabu-Ortsgruppe unterstützt daher den Caniceus-Antrag und hofft, dass er im Kempener Stadtrat eine Mehrheit findet.

(rei)
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