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Stadt Kempen: Musikverein bietet beschwingten Melodienreigen

Stadt Kempen : Musikverein bietet beschwingten Melodienreigen

Etwa 200 Besucher im Forum hatten ihre Freude am Frühlingskonzert des Blasorchesters aus St. Hubert.

Der Musikverein St. Hubert zählt seit Jahren zu den besonderen Botschaftern aus dem Kendeldorf. Das bewiesen die Musiker des Haupt- und des Jugendorchesters einmal mehr beim gelungen Frühjahrskonzert am Samstagabend im St. Huberter Forum. Der Musikverein machte deutlich, dass er auch im 120. Jahr seines Bestehens mit dem Dirigenten Raimund Glasmachers aus Grefrath (seit 2011 der musikalische Leiter) eine gewachsene Einheit ist, die zu den besten Blasorchestern am Niederrhein gehört.

Das ist sicherlich auch ein Verdienst des Vereins, der sich seit Jahren sehr um die Ausbildung des Nachwuchses bemüht. Das war zu sehen und zu hören, als das knapp zwei Dutzend Musiker umfassende Jugendorchester den Konzertabend unter dem souveränen Dirigat von Stefan Thomas mit drei Werken eröffnete. Nahtlos ging es über zum Hauptorchester. Der Musikverein St. Hubert bewies dabei, dass er ein guter musikalischer Klangkörper ist. Das Orchester nahm die Besucher mit auf eine unterhaltsame musikalische Reise. Ein Blasorchester ist heute mehr denn je ein Orchester mit vielfach konzertanter Musik. Das ist beim St. Huberter Musikverein nicht anders, der mit Holz- und Blechbläsern und Schlagwerk sehr gut besetzt ist.

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Mit der Feuerwerkmusik von Edmund Löffler eröffnete das Hauptorchester schwungvoll sein Konzert. Es folgte "One Moment in Time." Dieses Werk von Frank Bernaerts ist bekannt geworden bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul und erzeugt auch 30 Jahre später immer noch Gänsehautfeeling. Ein wahrer Genuss war "A Symphonic Porträt" von Andrew Lloyd Webber und Jerry Nowak. Da hätte man am liebsten mittanzen wollen. Einfühlsam vorgetragen war auch "My Way" - verbunden mit einem gekonnten Saxofon-Solo. Der spielerisch und verspielt wirkende Konzertmarsch "Salemonia" erinnerte an das Gartenfest der Eliteschule Schloss Salem.

Im zweiten Teil des Konzertes wurde an die Musiklegenden Abba oder Udo Jürgens erinnert. Dazu gab es noch ein paar goldene "Swing-Time"-Klänge" vom Musikverein St. Hubert. Fazit: Der Konzertabend war perfekt an diesem Frühlingsabend im Mai. Und dies alles ohne Dutzende von Verstärkern, vielmehr selbst gemachte Musik mit sehr viel Herz. Das Publikum dankte mit langem Applaus.

(mab)