Musikalisches Programm beim Kempener Stadtfest

Musikalisches Programm beim Stadtfest : Hörenswertes rund um Burg und Bahnhof

Aus der Tiefe der Bahnhof-Arena erklingen leichte Schlagzeugklänge, zu denen die Musiker der Kempener Big Band, aus der Bahnhofsunterführung kommend, wie die Gladiatoren in die Arena einziehen und vor ihren aufgebauten Musikinstrumenten Platz nehmen.

Ein letzter Check der Technik, dann ist die gesamte Arena auf einmal mit Klängen angefüllt. Besucher haben es sich an den aufgebauten Bierzeltgarnituren, die allesamt weiß abgehangen sind, unter den blauen Pavillons bequem gemacht. Andere sitzen auf den Stufen, die zur Arena hinunterführen, oder stehen einfach am oberen Geländer. Selbst die Bahnreisenden, die mit ihren Koffern an den Bahngleisen warten, genießen die Musik, bevor ihr Zug kommt. Die Big Band eröffnet dabei den breiten musikalischen Rahmen, der dank insgesamt fünf weiterer Bands von Pop und Rock über Heavy Metal bis zu Funk reicht.

Ganz andere Töne ertönen auf der Burgwiese. Mit Boomwhakers ausgerüstet eröffnet die 4a der katholischen Grundschule Wiesenstraße zusammen mit ihrem Schulleiter Stefan Ungruhe das Programm. Die gelben T-Shirts werden danach von den blauen und grünen Varianten der Trommel-Kids der Grundschule St. Hubert abgelöst. Im bunten Zirkuszelt vom Trägerwerk der katholischen Jugendarbeit lässt Thomas Jansen von der Spielaktion Mobifant die Diabolos kreisen und zeigt, wie es geht. Ob Diabolos wirbeln oder Tellerjonglage – Mitmachen ist angesagt. „Wir wollen nachher das Erlernte in einer kleinen Show präsentieren“, sagt Jansen. Lautes Lachen ist von der Survivalbahn zu hören, während am Stand vom Aqua Sol Konzentration herrscht. Kinderhände hantieren mit Stiften, um ihren ganz persönlichen Button herzustellen. Der Duft von Zuckerwatte und Popcorn lockt am Stand des Fördervereins der Kita Spatzennest die Besucher an. Wer indes nur ein kleines Stückchen weiter geht, der wird am Burggraben von den kraftvollen Tönen des Jagdhornbläsercorps Kempener Land begrüßt.

Mit den „Niers Boys“ schließen sich vor der Kulisse der Burg Folk und Rock an. Unterschiedlicher könnte es nicht sein, aber das ist gerade das Schöne an der klingenden Altstadt. Jazz in seinen unterschiedlichsten Formen bestimmt hingegen im Campus das Geschehen. Während die dunklen Töne vom Kontrabass bei der Formation „DiJazz“ von Schlagzeug, Klavier, E-Gitarre und Saxophon eingerahmt werden und die Besucher gemütlich sitzend lauschen und die Sonne durch die geöffneten Türen des großen Saals Kringel auf den Boden malt, schleppen die Musiker der nächsten Formation bereits ihr Equipment in das Haus für Familien. Der „Combo der Haltestelle“ gehört die nächste Stunde. Besucher wechseln, gemütlich schlendernd und das Programmheft in der Hand, immer wieder den Veranstaltungsort, um möglichst viele Angebote mitzubekommen. Ob die Kita Pusteblume, der evangelische Posaunenchor oder „G-Pack“ mit Coverrock im Gepäck, wer sich zwischen Bahnhof und Burg bewegt, erlebt Musik in seiner ganzen Vielfalt.

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