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Stadt Kempen: Müll im Wohngebiet: Diskussion mit Politikern

Stadt Kempen : Müll im Wohngebiet: Diskussion mit Politikern

Die Anwohner des Kempener Berufskollegs treffen sich am Freitag, 28. April, mit Abgeordneten.

Eine Mülltonne wurde von der Stadt Kempen an der Terwelpstraße zwar aufgestellt, aber dies sei zu wenig, meinen die betroffenen Anwohner des Rhein-Maas-Berufskollegs in Kempen. Wie bereits mehrfach berichtet, beklagen Anlieger, dass ihr Wohngebiet durch Hinterlassenschaften von Schülern des Berufskollegs regelmäßig vermüllt wird. Auslöser der aktuellen Diskussion war ein offener Brief, den Anwohner der Terwelpstraße sowohl an das Kempener Ordnungsamt als auch an die Schulleitung des Berufskollegs geschickt hatten. Weitere betroffene Anwohner anderer Straßen - etwa der Von-Saarwerden-Straße oder aus dem so genannten Grachtenviertel und auch von der Comeniusstraße - meldeten sich bei der Rheinischen Post und beklagten die Vermüllung ihres Wohnviertels durch die Berufsschüler. Sie berichteten von ihren Beschwerden, die bereits zwei Jahre zurückliegen. Seitdem wurde das Problem allerdings nicht gelöst.

Nun sollen die zuständigen Bundes- und Landespolitiker über die Missstände informiert und um Hilfe gebeten werden. Bei einem Treffen mit Politikern wollen die betroffenen Anwohner am kommenden Freitag, 28. April, ab 18 Uhr in der Gaststätte "Zum Bergwirt", Kempen, Kerkener Straße 9, die Problemlage schildern und ihrem Unmut darüber Luft machen, dass trotz der vielfachen Beschwerden in der Sache so richtig nichts geschieht.

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Die Betroffenen fühlen sich sowohl von der Stadt Kempen als auch vom Kreis Viersen als Schulträger des Berufskollegs in ihrer Kritik nicht ernst genommen. Sie hätten bislang nur "unverbindlich freundlich abwimmelnde Briefe" der zuständigen Behörden erhalten. Den an der Terwelpstraße aufgestellten Mülleimer sehen die Anwohner als "freundliche Geste" des Ordnungsamtes, "das in seinem Antwortschreiben auf den offenen Brief mit keinem Wort darauf eingeht, welche Lösung es für die Entsorgung der Kippen geben könnte oder wer die Reinigung des total verdreckten Bürgersteigs und der Straße übernimmt", so Ute Schmitz, die Sprecherin der Anwohner-Initiative von der Terwelpstraße. Auch die Kreisschulbehörde habe nur freundliches Bedauern mitgeteilt und auf das Nichtraucherschutzgesetz verwiesen, das das Rauchen auf Schulhöfen verbietet. "Konstruktive Lösungsansätze" hätten aber beide Behörden nicht angeboten. "Wir Anwohner stehen mit dem Schmutz allein da", so Ute Schmitz zur RP.

Den eingeladenen Politikern aus Bund und Land haben die Anwohner einen Fragenkatalog zukommen lassen. Unter anderem geht es darum, ob im Falle von Berufsschulen das Nichtraucherschutzgesetz nicht so modifiziert werden könne, dass dort Raucherecken eingerichtet werden können. Die Anwohner möchten zudem gerne wissen, wie andere Schulen in ähnlichen Lagen mit dem Problem umgehen.

(RP)