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Müll am Königshütte-See ärgert Kempener Bürger

Verschmutzung des Baggersees : Müll am Königshütte-See ärgert Kempener Bürger

Das ehemalige Auskiesungsgelände ist Landschaftsschutzgebiet. Dennoch landet dort immer wieder Müll. Die Stadt will einen Ortstermin vereinbaren.

Bürger aus Kempen klagen über Müll rund um den Königshütte-See. Am Freitag wandten sie sich an Kempens Bürgermeister Christoph Dellmans (parteilos) und die Kreisverwaltung mit der Bitte, unverzüglich die Entsorgung der Abfälle rund um das frühere Auskiesungsgelände zu veranlassen. Dafür setzt sich etwa Frank Schreiber aus St. Hubert ein. „Am Donnerstag bin ich mit dem Fahrrad rund um den See gefahren und habe gesehen, wie es da aussieht“, erzählt Schreiber. Er entdeckte Abfälle an der Bellstraße und entlang der Hülser Landstraße.

Bei dem alten Baggersee handelt es sich um ein eingezäuntes Privatgelände, der Zutritt zum See ist in bestimmten Bereichen nur den Mitgliedern des Segel-Surf-Clubs Kempen gestattet.

Die Stadt reagierte prompt und versicherte, die Verwaltung werde in dieser Woche einen Ortstermin mit dem Eigentümer vereinbaren. Anschließend werde der Müll entsorgt. Die Abfallentsorgung an der Hülser Straße falle in die Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen NRW. Die Stadt stehe mit dem Eigentümer in Kontakt, seine Mitarbeiter entsorgten illegalen Müll auf dem Gelände in den von der Stadt zur Verfügung gestellten Containern – im Sommer täglich. „Wenn der Eigentümer des Mülls ermittelt werden kann, wird ein Ordnungswidrigkeiten verfahren eingeleitet“, erklärt Kirsten Pfennings von der Pressestelle der Stadt. Da eine Überwachung des Geländes nicht möglich sei, könne langfristig nur Aufklärung und ein Appell helfen, das Verhalten einiger Mitbürger zu ändern. Je nach Witterung führten städtische Mitarbeiter zudem täglich dort Kontrollen durch.