Mülhausen: Haltestelle soll sicherer werden

Bau-, Planungs- und Umweltausschuss : Mülhausen: Haltestelle soll sicherer werden

Zahlreiche Schüler der Liebfrauenschule nehmen dort den Bus.

Die Bushaltestellen an der Grefrather Straße in Mülhausen, die von vielen Schülern der Liebfrauenschule genutzt werden, sollen sicherer und barrierefrei werden. Schon seit Jahren kommt es wegen der Menge der Schüler immer wieder zu gefährlichen Situationen. Daher gibt es zurzeit eine provisorische Fahrbahnverengung mit rot-weißen Baken, die verhindert, dass Autos haltende Busse überholen und so Schüler, die die Straße queren, gefährden. Nun hat der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss bereits einer dauerhaften Lösung zugestimmt.

Die Fahrbahn von Grefrath in Richtung Kempen und Oedt soll durch eine Mittelinsel verengt werden. Zudem werden die Wartebereiche für die Schüler vergrößert. Die Haltespuren sollen in Zukunft Platz für zwei Busse hintereinander bieten. Der barrierefreie Ausbau beinhaltet neben Führungsstreifen für Sehbehinderte auf dem Asphalt auch eine Passierbarkeit für Rollstuhlfahrer.

Das Ganze wird nun allerdings teurer als zunächst gedacht. Bereits im März 2018 war ein entsprechender Förderantrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit gestellt worden. Die Gemeinde hatte Kosten von 77.250 Euro ermittelt und dafür mit einer Förderung von 95 Prozent gerechnet. Ein Ingenieur­büro hat nun die konkreten Kosten ermittelt und kommt auf eine Summe von 140.000 Euro. Die Maßnahme ist aber auch weit umfangreicher. Da aber die zuwendungsfähigen Baukosten bei 95.300 Euro gedeckelt sind, erhöht sich der Eigenanteil der Gemeinde von 3862,50 auf 46.800 Euro. Mit einer Fertigstellung wird im Laufe des Jahres 2020 gerechnet.

Um dies im aktuellen Haushalt realisieren zu können, wird zunächst auf den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen Umstraße in Grefrath und Tönisvorster Straße in Oedt verzichtet, für den der Eigenanteil der Gemeinde bei 45.360 Euro liegt. Diese Summe soll nun für die Haltestellen in Mülhausen eingesetzt werden, weil diese sehr intensiv von den Schülern der Liebfrauenschule benutzt werden und ein hohes Gefahrenpotenzial darstellen. Politik und Verwaltung machten aber deutlich, dass die anderen beiden Haltestellen keinesfalls vergessen werden und im nächsten Haushalt erneut berücksichtigt werden.

Christian Kappenhagen (CDU) regte einen Zebrastreifen hinter der Bushaltestelle an. Denn de facto würden die Schüler nicht die Ampel nutzen, sondern hinter den Bussen über die Straße gehen und so den kürzesten Weg zum Eingang des Schulgeländes nehmen.

Das haben man bereits geprüft, erläuterte Ordnungsamtsleiter Norbert Franken. Ein Zebrastreifen dort wird nicht genehmigt, weil die sicherere Variante, die Überquerung an der Ampel, nur wenige Meter entfernt möglich ist. Dass das in der Realität von den Schülern nicht genutzt werde, ändere daran auch nichts.

(uli)
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