Stadt Kempen: Mitglieder erhalten sechs Prozent Dividende

Stadt Kempen : Mitglieder erhalten sechs Prozent Dividende

Bei der Vertreterversammlung der Volksbank Kempen-Grefrath legte Vorstand Josef Stieger eine erfolgreiche Bilanz vor.

Am Ende der harmonischen Vertreterversammlung der Volksbank Kempen-Grefrath am Donnerstagabend im Bankgebäude an der Burgstraße in Kempen, als über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmt wurde, brachte es Kempens Vizebürgermeister Otto Birkmann auf den Punkt: "Unser Geld ist in diesem Hause in den besten Händen."

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Christian Alberts (Kempen) sah die Vertreterversammlung als gelungenen Abschluss eines erfolgreichen Jahres 2017. Und Vorstandsvorsitzender Josef Stieger sah die 6377 Mitglieder - davon 239 neue Mitglieder im Jahr 2017 - bei der Volksbank Kempen-Grefrath in einem "sicheren Hafen".

Die Zahlen, die Stieger den Mitgliedern vorlegte, konnten sich sehen lassen. Die Kundeneinlagen stiegen um 7,5 Prozent auf rund 289 Millionen Euro, die Bilanzsumme um 6,8 Prozent auf rund 380 Millionen Euro. Die Kreditvergaben erhöhten sich um 2,7 Prozent. Es gab im vergangenen Jahr Neuausleihungen in Höhe von insgesamt 46 Millionen Euro. Die Eigenkapitalsumme erhöhte sich auf 52 Millionen Euro, was unterm Strich ein Plus von 14 Prozent der Bilanzsumme ausmacht. Der Steueraufwand der Bank lag bei rund 1, 3 Millionen Euro. Die Kämmerer in Kempen und Grefrath konnten sich über 750.000 Euro Gewerbesteuer freuen. Mit Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung gibt es Zinserträge von rund 10.3 Millionen Euro und einen Provisionsüberschuss von rund 2,3 Millionen Euro, bei einem Personalaufwand von rund fünf Millionen Euro. Der Sachaufwand lag bei mehr als 2 Millionen Euro. Am Ende gab es einen Jahresüberschuss von 936.000 Euro und einen Bilanzgewinn von 522.000 Euro.

Die Vertreterversammlung beschloss einstimmig die Auszahlung einer sechsprozentigen Dividende an die Mitglieder. Vorstand Stieger wies darauf hin, dass man auf Grund der guten Ertragslage auch Rücklagen bilden konnte. Er erinnerte an die genossenschaftlichen Grundwerte, die da sind: Selbstverantwortung, Selbsthilfe und Selbstverwaltung. Stieger sah die Volksbank "nah bei den Menschen". Zum wiederholten Male kritisierte Stieger Kritik den großen Aufwand, den das Geldhaus betreiben müsse, um die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen. Ebenso bemängelte er die Niedrigzinspolitik, die seiner Ansicht nach auf dem Rücken der Sparer ausgetragen werde.

Die Volksbank Kempen-Grefrath hatte vom Genossenschaftsverband der Regionen den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Dafür gab es von der Vertreterversammlung lang anhaltenden Beifall. Josef Stieger dankte seinen mehr als 70 Mitarbeitern für ihren Einsatz. Er dankte ebenso dem Aufsichtsrat und machte deutlich, dass die Volksbank Kempen-Grefrath auch 2018 das Vertrauen weiter ausbauen wolle.

Wiedergewählt wurden einstimmig in den Aufsichtsrat Udo Thelen und Christian Alberts aus Kempen.

(mab)
Mehr von RP ONLINE