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Bürgermeister-Kandidaten In Kempen Irene Wistuba (fdp): Mit viel Polit-Erfahrung im Wahlkampf

Bürgermeister-Kandidaten In Kempen Irene Wistuba (fdp) : Mit viel Polit-Erfahrung im Wahlkampf

Für die 63-jährige Politikerin aus St. Hubert ist die Generationengerechtigkeit ganz wichtig.

Am schönsten ist's daheim. "Der Strandkorb in unserem Garten ist mein persönlicher Lieblingsort in Kempen", sagt Irene Wistuba und setzt sich wie zum Beweis hinein. Die Bürgermeister-Kandidatin der FDP entspannt gerne bei der Gartenarbeit, wenn sie nicht gerade Politik macht. Im Rahmen der RP-Kommunalwahl-Serie für junge Wähler spricht Irene Wistuba über ihren Internetpräsenz, politische Leitsprüche und die "jungen Themen" ihrer Partei.

"Tolle Frau - tolles Plakat", hat Birgit Jahrke bei Facebook auf Wistubas Frage geantwortet, wie denn die gelbblauen Plakate gefallen. Auch die Bezirkswahlkandidaten haben die Kempener Liberalen auf ihrer Seite im sozialen Netzwerk gepostet - ein moderner Service nicht nur für junge Wähler. Aber auch ein Beweis für die jungen Kräfte der FDP: fünf Kandidaten sind zwischen 20 und 22 Jahre alt, auf Listenplatz Vier steht das 25-jährige Ratsmitglied Sven Superat. Der Internetauftritt stimmt - aber wie sieht es mit "jungen Themen" aus?

Das Thema Generationsgerechtigkeit stellt Irene Wistuba an vorderste Stelle: "Wir wollen Schuldenbremse und Schuldenabbau", sagt sie. Wistuba will die jungen Leute da abholen, wo sie stehen und sie in den demokratischen Handlungsprozess einbeziehen: "Wir fragen nicht, woher kommst Du, sondern wohin willst Du gehen." Auch das Thema Bildung hat Wistuba auf ihre Wahlkampf-Flaggen geschrieben: "Die sollte von Anfang an individuell und auf höchstem Niveau stattfinden", fordert die 63-jährige Berufsschullehrerin.

Die FDP Kempen ist nicht nur im Internet vertreten, sondern will sich auch für den zügigen Breitband-Ausbau im ländlichen Raum aussetzen - sprich schnelles Internet für alle. Doch all diese Forderungen stehen für Irene Wistuba unter dem Credo "Freiheit mit Verantwortung". Darunter versteht die FDP-Politikerin frei nach Kant, dass "die Freiheit des einen da aufhört, wo die Freiheit des anderen beginnt".

Nach ihren Stärken gefragt, zögert Irene Wistuba. "Ich möchte mich nicht selbst loben", sagt sie. Und zitiert dafür Aussagen von anderen: "Die sagen über mich, dass ich eine starke Frau bin, die viel Erfahrung in der Kommunalpolitik hat." Beim Stichwort Schwächen muss Irene Wistuba dann nicht lange überlegen: "Manchmal bin ich etwas hektisch und ungeduldig."

Ehrenamtlich engagiert sich die Bürgermeister-Kandidatin als erste stellvertretende Vorsitzende der Senioren-Initiative (SI) Altenhilfe Kempen. Die Familienfrau ist verheiratet, hat eine Tochter und drei Enkelkinder. Außerdem darf der zehnjährige Jack-Russell-Terrier Felix nicht fehlen. Der tollt gerne im Garten, "wo eine Kohlmeisen-Familie im Nistkasten wohnt und viele Singvögel uns besuchen". Am schönsten ist's eben doch daheim.

(tone)