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Ministerin Ursula Heinen-Esser besucht Kreisjägerschaft Viersen zum Thema Drohnen

Besuch bei der Kreisjägerschaft Viersen : Heinen-Esser von Drohneneinsatz überzeugt

In Tönisvorst wollte sich Ursula Heinen-Esser (CDU), Umweltministerin des Landes NRW, überzeugen, wie effektiv Drohnen zur Rettung von Rehkitzen eingesetzt werden können.

Am Haus Neersdonk in Vorst ließ Franz Dieter Bürgers vom Hegering Vorst eine Drohne vor den Augen der Ministerin in die Luft steigen und demonstrierte, wie punktgenau diese Technik wirken kann. „Das ist ein super Beispiel dafür, wie man mit moderner Technik viel für Natur und Artenschutz tun kann“, sagte die Ministerin, „das ist eine echte Win-Win-Situation, sowohl für den Landwirt als auch für das Tier.“ Bis auf wenige Zentimeter ließ Ursula Heinen-Esser die Drohne im Versuch an sich herankommen.

Kostenpflichtiger Inhalt Im realen Einsatz werden durch den Einsatz aus der Luft Rehkitze aufgespürt. Die jungen Tiere verharren trotz Gefahr im Gras, werden von den Landwirten aus den hohen Mähmaschinen heraus leicht übersehen. Die Kitze nehmen die Drohnen nicht als Bedrohung wahr, „sie kennen keine Feinde aus der Luft“, wie Michael Petrak, Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung des Landes Nordrhein-Westfalen in Bonn, erläuterte.

Das Land hatte die Anschaffung der Drohnen mit insgesamt 200.000 Euro gefördert. Damit können 33 dieser kleinen Flugkörper, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet sind, landesweit eingesetzt werden. Die Kreisjägerschaft Viersen hatte die Förderung schnell beantragt, erhielt so zwei Drohnen, drei weitere wurden aus Eigenmitteln angeschafft. „So können wir den gesamten Kreis Viersen bedienen“, sagte Heiner Prießen, Vorsitzender der Kreisjägerschaft. Der Einsatz vor Ort könne jedoch nur mit Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer gelingen.