Stadt Kempen: Martinsverein: Ein denkwürdiger Zug

Stadt Kempen : Martinsverein: Ein denkwürdiger Zug

Donner und Hagel, aber die Kinder haben's durchgezogen. Lob gab es auch für die Begleitpersonen.

St. Martin war in diesem Jahr ein denkwürdiger Tag, so der Vorsitzende Heiner Wirtz vom St. Martin-Verein bei der Abschlussversammlung. Schönes Wetter bis zum Beginn des Schulkinderzuges und dann im wahren Sinn des Wortes Schlag 17.15 Uhr Donner und Hagel. Es gab Überlegungen, ob man den Zug ausfallen lässt oder verkürzt. Aber schon die Kommunikation war schwierig, denn aufgrund des Wetters funktionierten viele Handyverbindungen nicht, so Wirtz.

Er betonte, die Kinder hätten unter dem Motto "jetzt erst recht" dem Wetter getrotzt. Sein großes Lob galt den Lehrern, die ihre Schüler gut begleiteten, über manchen Fackelverlust hinwegtrösteten und es trotzdem schafften, dass der Zug schön wurde.

Wirtz kam in seinem Rückblick auch noch einmal auf das umstrittene Thema der fair gehandelten Süßigkeiten zurück. Er meinte, der Verein sei hier auf einem guten Weg. Peter Royen erzählte von der schweren Qual der Wahl bei der Prämierung der Fackeln. Auf die Schulen verteilt werden etwa ein Drittel Sonderpreise in Höhe von 150 Euro pro Klasse und für die restlichen Klassen Normalpreise (130 Euro) vergeben.

Wirtz fügte aber hinzu, dass die Klassen aufgrund der besonderen Umstände in diesem Jahr einmalig ein Schlechtwettergeld in Höhe von 30 Euro dazu erhalten. Die Kindergärten bekommen insgesamt 5350 Euro als Zuwendung für ihre Fackeln. Weitere 4000 Euro fließen in den Fonds für Martinsgaben im Laufe des Jahres.

Schon vor Jahren hatte der Verein entschieden, damit im Sinne des Martinsgedankens Kempener Schüler zu unterstützen. Die Ausgaben für Fackelprämien, Martinsgaben und das ganze Drumherum ließen Schatzmeister Rainer Hamm ziemlich gelassen. Denn er konnte der Versammlung einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren. 50 Jahre ist Maria Schenk aktiv im Verein. Weitere Ehrungen gingen an Hermann Philipzen (45 Jahre), Geschäftsführer Christoph Endres (35), Hans-Günther Thelen (30), Rolf Beckers, Vera Niermann, Bernd Westermann, Arno Klein, Klaus Niermann und Rainer Hamm (jeweils 25 Jahre).

(sr)