Stadt Kempen: Martinsgeld für Kinder in Quito

Stadt Kempen: Martinsgeld für Kinder in Quito

In der Astrid-Lindgren-Schule wurde eine Spende an Angela Aretz übergeben.

St. Martin tut auch noch im Mai Gutes, zumindest in der Kempener Astrid-Lindgren-Grundschule. Dort überreichten gestern die Klassensprecher der dritten und vierten Schuljahre zusammen mit Schulleiterin Sabine Stammen und Heike Greve, Vorsitzende des Fördervereins, an Angela Aretz vom Kinderhaus "Árbol de la Esperanza" in Quito und das ehemalige Straßenkind Cristian Naavaez einen Scheck in Höhe von 1000 Euro. 880 Euro dieser Summe stammten aus dem Martinsgeld, das jede Schulklasse erhält, die am Kempener Martinszug teilnimmt.

Die gesamten elf Klassen spenden ganz im Sinne von St. Martin die Hälfte ihres Geldes für das Projekt in Ecuador. Die andere Hälfte wandert in die Klassenkasse, um unter anderem Ausflüge zu finanzieren. Seit Bestehen des Kinderhauses unterstützt die Grundschule auf diesem Weg die Arbeit der aus Kempen stammenden Gründerin. Wobei Angela Aretz Mutter, Inge Aretz, Lehrerin an der Astrid-Lindgren-Schule war und dadurch der Kontakt entstand.

"Wir teilen das Geld immer und helfen damit anderen Kindern, denen es nicht so gut geht. Man muss nämlich nicht alles immer für sich behalten", sagte Viertklässler Milan bei der Spendenübergabe. Mit 120 Euro beteiligte sich der Förderverein der Grundschule an der Summe. "Das Kinderhaus ist wie eine Patenschule für uns. Wir haben daher aufgestockt und eine glatte Summe erreicht", sagte Heike Greve.

Aber nicht nur bei der jährlichen Spendenübergabe spielt das Kinderhaus in der Grundschule eine Rolle. "Wir erhalten regelmäßig Infobriefe, Fotos und auch Filme aus Quito. Zudem besucht uns Inge Aretz und erzählt vom dortigen Leben", erklärte Sabine Stammen. Im Foyer der Grundschule hängen Fotos vom Kinderhaus und den dort lebenden Menschen.

Angela Aretz bedankte sich für die Unterstützung. Noch eine Woche bleiben sie und Naavaez, der in Ecuador als Journalist arbeitet, in Deutschland. Dann geht es zurück nach Quito. Im Kinderhaus leben derzeit 24 Jungen im Alter zwischen neun und 18 Jahren sowie zwei junge Erwachsene im angegliederten Autonomiehaus, wo sie auf den Start in ein eigenes Leben vorbereitet werden.

(tref)