Stadt Kempen: LvD: Adventskonzert litt unter Raumluft-Problem in der Schulaula

Stadt Kempen: LvD: Adventskonzert litt unter Raumluft-Problem in der Schulaula

Sie hing wie ein Damoklesschwert beim Adventskonzert in der Aula des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums (LvD) - eine Anzeigentafel, die den Kohlendioxidgehalt in der Luft anzeigt. Wäre dieser über den Wert von 1800 ppm (Parts per Million) geklettert, hätte die Veranstaltung unterbrochen werden müssen. Das hatte zur Folge, dass sämtliche Türen der Aula weit geöffnet bleiben mussten, damit frische Luft in die fast voll besetzte Aula strömte. Auch deshalb fiel das Konzert kürzer als in den Vorjahren aus.

Gleichwohl begann das Konzert sehr schön. Die Sänger aller Chöre zogen mit Lichtern in der Hand zum Lied "Ein Licht in dunkler Nacht" in die dunkle Aula ein. Dann erklang das alte Weihnachtslied "Adeste fidelis". Die jungen Schüler übernahmen danach die Bühne. Wunderbar witzig war eine ganz neue Variante von "Ihr Kinderlein kommet", die zur Melodie des Schlagers "Atemlos" präsentiert wurde. Der Mittelstufenchor studiert derzeit ein Programm für eine Konzertreise nach Hamburg ein. Drei Konzerte zum Thema "Liebe und Freundschaft" sollen dort 2018 präsentiert werden. Daraus sang der Chor das Stück "You have got a Friend in me", um dann passend zu den Temperaturen zu "Rudolph, the Rednose Rendier" zu wechseln. Sehr feierlich folgte die Voice Company mit dem Bach-Choral "Jesus meine Freude". Sie konnten auch Weihnachten auf hawaiianisch feiern. Die jungen Sänger waren alle sehr gut, besonders bestachen aber die Solisten Sophie Georgiew, Sven Ostfeld, Kim Peschke, Johanna Hückers sowie Charlotte Quistorp. Susanne Corban und Stephan Lindner, den beiden Musiklehrern, gebührt großes Lob für die Stimmbildung ihrer jungen Sänger.

Der zweite Teil des Konzerts gehörte den Big-Bands der Schule unter Leitung von Markus Türk. Zu Beginn waren Klassiker wie "Jingle Bells" zu hören. Die Jubi-Band präsentierte unter anderem "I heard the Christmas Bells" und "Frosty, the Snowman". Bei diesen Stücken beeindruckten die sehr guten Solisten - und das, obwohl es in den Bands aufgrund von Erkrankungen kurzfristige Umbesetzungen gab. Zum Schluss kamen die großen Schüler, die United Horns, zum Zuge. Sie flogen ins All mit "Fly me to the Moon", nahmen den "Blue Train" um dann bei "We wish you a merry Christmas" wieder in der Jahreszeit anzukommen.

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Das Konzert war unter schwierigsten Bedingungen rundherum gelungen. Die Stadtverwaltung sollte sich allerdings fragen, wie lange sie solche Zustände in den Schulen den jungen Leuten und den Besuchern ihrer Veranstaltungen noch zumuten will. Es bleibt zu hoffen, dass der demnächst neu zu wählende Technische Beigeordnete hier Prioritäten setzt und durchgreift.

(sr)