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Luise-von-Duesberg-Gymnasium (LvD) in Kempen ist Teil der Präventionsinitiative „fit4future Teens“

Präventionsinitiative „fit4future Teens“ : LvD-Projekt bringt Schülern mehr Fitness

Das Luise-von-Duesberg-Gymnasium (LvD) in Kempen ist Teil der Präventionsinitiative „fit4future Teens“. Sie gehört damit zu 400 Schulen, die deutschlandweit von dem Programm profitieren. Es geht um eine gesunde Lebensweise.

Als „gute gesunde Schule“ ist das Luise-von-Duesberg-Gymnasium schon seit 2017 zertifiziert. Nun geht es auf diesem Weg weiter. Das LvD ist Teil der Präventionsinitiative „fit4future Teens“ geworden. Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative der Cleven-Stiftung und der Krankenkasse DAK, die in diesem Schuljahr angelaufen ist und die Schüler im Alter von 15 bis 19 Jahren besonders in den Blick nimmt. Mehr Bewegung steht dabei im Mittelpunkt. Eine ausgewogene Ernährung spielt eine weitere Rolle. Es soll zudem eine stressfreie Lernatmosphäre geschaffen werden. Kurzum, es geht um die Schaffung einer gesunden Lebenswelt Schule.

Etwas, dass dem LvD am Herzen liegt. „Wir haben von dem neuen, für uns als Schule kostenfreien Angebot erfahren und uns sofort beworben“, berichtet Gisela Ditzen, die am LvD Sport und Mathematik unterrichtet. Die Freude war groß, als das Gymnasium in das zweijährige Programm aufgenommen wurde. Am 19. November nahmen Ditzen und ihr Kollege Sebastian Peter an der ersten Fortbildung von „fit4future Teens“ teil. Zudem erhielt die Schule eine große orange Box mit diversen Bewegungsmaterialien – angefangen von Igel-Bällen und Gummibändern über Bewegungspads bis hin zu Leitergolf und Springseilen. „Die Zusammenhänge zwischen Lernen und Bewegung sind irgendwie noch immer nicht richtig in Schule angekommen. Studien belegen, dass mit mehr Bewegung bessere Leistungen erzielt werden können. Bewegung macht schlau“, erläutert Ditzen.

Schon vor dem Unterricht sollten sich Schüler bewegen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder und Jugendliche, die mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule kommen und damit den Tag mit einer Bewegungseinheit starten, bessere Leistungen bringen als Schüler, die mit dem Auto gebracht werden. Selbst Schüler, die mit dem Bus kommen, können auf optimierte Leistungen blicken, da sie in der Regel den Weg vom Zuhause zur Bushaltestelle und von der Haltestelle zur Schule bereits zu Fuß unterwegs waren.

„Mit dem Rad zur Schule“, einer Plakat-Initiative am LvD, wird bereits an einem Umdenken gearbeitet. Wobei hier nicht nur die Förderung der kleinen grauen Zellen eine Rolle spielt. Über die aktive Verkehrsteilnahme lernen die Schüler, sich im Verkehr zu bewegen und schonen auch noch die Umwelt. Sport in der ersten Schulstunde hat sich ebenfalls als förderlich für die Lernleistung gezeigt. „Uns stellt sich immer die Frage, wie bekommen wir Bewegung in den Alltag hinein“, sagt Peter.

Mit der bewegten Pause, den zu Sporthelfern ausgebildeten Schülern, der Rugby- als auch der Zirkus AG nutzt das LvD bereits eine Vielzahl von Bausteinen. Nun kommt ein weiterer hinzu, der auch die Lehrer einbezieht. „Wir haben einen Karteikasten erhalten, in dem eine Vielzahl von Übungen zu finden ist, die jeder Lehrer problemlos in den eigenen Unterricht einbinden kann. Die Palette reicht von Haltungs- und Koordinations- bis hin zu Entspannungsübungen“, erklärt Ditzen. Die Karten erklären die jeweilige Übung und deren Ablauf genau. So hilft eine spezielle Übung bei Müdigkeit, Unkonzentriertheit und negativer Stimmung. Eine kurze Bewegungseinheit kann da mit positiven Auswirkungen auf die Lernatmosphäre helfen. Der Karteikasten steht im Lehrerzimmer, so dass ein Pädagoge Zugriff darauf hat. Zudem hat Ditzen die Übungen digitalisiert und ins schulinterne Netz gestellt. Damit ist das Ganze auch über die im Unterricht eingesetzten Tablets abrufbar. „Wir möchten eine stressfreie und angenehme Lernatmosphäre schaffen“, betont Peter.

Bewegung baut dabei auch Stress ab und den haben laut Umfragen 43 Prozent der Schüler. Ditzen und Peter ist indes klar, dass es ein langer Prozess ist, bis der Unterricht wirklich bewegter und damit lernintensiver wird. „Wir hoffen, dass das Angebot auch von unseren Kollegen angenommen wird. Denn nur wenn wir alle in einem Boot sitzen, kann gute gesunde Schule funktionieren“, sagt Ditzen.

Bei der Ernährung leistet das LvD mit dem „Café Luise“ – der Schulcafeteria – bereits einen entsprechenden Beitrag zur guten Schule.