Stadt Kempen: Lob und Kritik für die Spielplätze

Stadt Kempen : Lob und Kritik für die Spielplätze

Einen Spielplatzcheck aus Kindersicht gab es jetzt in St. Hubert. 15 Jungen und Mädchen nahmen die Spielplätze im Ort unter die Lupe. Eingeladen zu der Aktion hatte die Katholische junge Gemeinde.

"Habt ihr alle eure Fragebögen, Stifte und natürlich auch den Reiseproviant in Keksform eingepackt?", will Ulrike Ingendae mit einem Blick in die 15-köpfige Gruppe wissen. Ein allgemeines Nicken ist die Antwort. "Dann kann es losgehen", gibt die Leiterin der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) St. Hubert das Startzeichen. In zwei Gruppen aufgeteilt geht es zu den Fahrrädern. Der erste große Spielplatzcheck — durchgeführt von der KjG — steht an.

Idee entsteht in der Jugendgruppe

Die Idee entstand dabei vor einigen Wochen in der Gruppe. "Wir haben überlegt, wo man sich auch als Kind oder Jugendlicher demokratisch einbringen kann. Es sollte etwas Ortsgebundenes sein und da fielen uns die Spiel- und Bolzplätze ein", berichtet Ulrike Ingendae. In den Gruppenrunden entwickelte man vorab einen Fragebogen, stellte fest, wo es welche Spielplätze gibt, überlegte, wem und in welcher Form die Ergebnisse präsentiert werden sollen und setzte einen Termin für den Test fest. Und der fand nun statt.

Die Gruppe um Betreuerin Annika Lemke hat den ersten Spielplatz auf ihrer Liste erreicht. Es ist der Spielplatz hinter der Feuerwache an der Bendenstraße. Die 13-jährige Leandra macht sich mit Fragebogen und Stift einsatzbereit. Als erstes steht laut Bogen eine Aufzählung der angebotenen Geräte sowie deren Bewertung an. "Echt super ist hier die große Pyramide zum Klettern", sagt die neunjährige Daria. Gut finden es auch alle, dass es sich wirklich um eine große Fläche handelt und der Platz sowohl jüngere als auch ältere Kinder anspricht.

Note zwei bis drei für Spielplatz Bendenstraße

"Aber eine Rutsche fehlt hier eindeutig", sagt Sina (9). Die Sauberkeit wird ebenfalls bemängelt. Zigarettenkippen im Sand findet keiner der Tester gut. Weil die Fläche so groß ist, haben Sina und Daria eine Idee für eine weitere Nutzung. Die Beiden könnten sich — relativ mittig gelegen — eine Rasenfläche zum Spielen oder für Picknicks vorstellen. Einen Weg, der sich über die ganze Fläche schlängelt und auf dem man Rad oder Roller fahren könnte, fänden sie ebenfalls gut. Alle sechs Tester einigen sich auf die Note zwei bis drei für den Spielplatz. Natürlich muss auch praktisch getestet werden. Unter viel Gekicher quetschen sich alle auf die Drehscheibe und los geht der Drehspaß.

Dann geht es weiter. Als nächstes steht der Spielplatz hinter der evangelischen Kirche an der Schlesierstraße auf dem Programm. Der ist kleiner, dafür aber sauberer als der erste. "Die Spielgeräte sind eher für jüngere Kinder gedacht", meint Chantal (13). Gut kommt bei den Testern die Wippe und das große Holzklettergerät mit Rutsche, Hängebrücke und diversen weiteren Klettermöglichkeiten an.

Nur eine Schaukel ist zu wenig

Schade finden es alle, dass nur eine Schaukel da ist, denn Schaukeln, darin sind sich alle einig, sind bei Kindern immer sehr gefragt. Es gibt aber trotz der bemängelten fehlenden zweiten Schaukel eine glatte zwei in der Benotung.

Spielplatz um Spielplatz kommt bei beiden Gruppen an die Reihe. Die Frage- und Bewertungsbögen werden voll. Am kommenden Dienstag, 8. April, steht in der Gruppenrunde die gemeinsame Auswertung an. Die Ergebnisse will man sammeln und dem Kempener Bürgermeister vorstellen.

(tref)