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Kreis Viersen: „Lebensmittel im Kreis Viersen gut überwacht“

Kreis Viersen : „Lebensmittel im Kreis Viersen gut überwacht“

„Der Kreis Viersen ist bei seiner Lebensmittelüberwachung gut aufgestellt“, so die Reaktion des stellvertretenden Leiters des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Kreises Viersen, Dr.Johannes Genenger, auf eine kritische Bewertung durch die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag. Die Grünen hatten Zahlen analysiert, die von der Landesregierung NRW zur Verfügung gestellt wurden, und dem Kreis Viersen die Note „mangelhaft“ ausgestellt. Bewertet wurden die Zahl der Lebensmittelkontrolleure, der zu überprüfenden Betriebe und der registrierten Verstöße.

„Der Kreis Viersen ist bei seiner Lebensmittelüberwachung gut aufgestellt“, so die Reaktion des stellvertretenden Leiters des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Kreises Viersen, Dr. Johannes Genenger, auf eine kritische Bewertung durch die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag. Die Grünen hatten Zahlen analysiert, die von der Landesregierung NRW zur Verfügung gestellt wurden, und dem Kreis Viersen die Note „mangelhaft“ ausgestellt. Bewertet wurden die Zahl der Lebensmittelkontrolleure, der zu überprüfenden Betriebe und der registrierten Verstöße.

„Äpfel mit Birnen verglichen“

„Die Grünen haben hier Äpfel mit Birnen verglichen“, widersprach Genenger der Bewertung. Die Kreise und kreisfreien Städte könnten aufgrund ihrer unterschiedlichen Strukturen nicht miteinander verglichen werden. Genenger: „Kontrollbesuch ist nicht gleich Kontrollbesuch, Betrieb nicht gleich Betrieb, darum kommt die Analyse zu eindeutigen Fehlschlüssen.“ Zudem liege kein einheitliches Verfahren zur Registrierung von Verstößen zu Grunde. Der eine Kreis zähle geringschätzige Verstöße, wie eine defekte Isolierung an der Verkaufstheke, mit, der andere beschränke sich auf die gravierenden Fälle mit rechtlichen Folgen. „So kommt auch die geringe Zahl von 48 Verstößen bei 3 737 Kontrollen im Kreis Viersen in 2004 zu Stande“, erklärt Genenger. Dies seien aber nur die besonders gravierenden Fälle. Die Zahl der tatsächlichen und geringfügigen Verstöße sei im Jahr 2004 weit höher gewesen.

Auch das Verhältnis von Kontrolleuren zur Zahl der Betriebe müsse differenziert betrachtet werden. Im Kreis Viersen würden jährlich rund 400 Firmen von einem Tester kontrolliert. „Dies ist aber durchaus machbar“, versichert Genenger. „Die Kontrollen geschehen nach einer Risikobeurteilung. Besonders gefährdete Betrieben, wie ein Schlachthof, werden täglich, weniger risikoreiche Betriebe, wie ein Getränkefachhandel, nur einmal pro Jahr kontrolliert.“

Eine von den Grünen geforderte Verlagerung der Lebensmittelüberwachungen auf Land oder Bund sei nicht sinnvoll: „Das System der kommunal organisierten Kontrollen hat sich bewährt.“ Schließlich hätten die Kommunen selbst das größte Interesse daran, so der Amtsleiter, schwarze Schafe schnell aus dem Verkehr zu ziehen.

(RP)