Last-Minute-Reisen: Situation in Kempen, Willich, Tönisvorst

Reisebüros : Last-Minute-Reisen – Schnäppchen sind durchaus möglich

Die RP hörte sich in den Reisebüros um. Die Auswahl ist noch ziemlich groß, besonders wenn man flexibel ist.

Ob Spanien, Griechenland, die Türkei oder eine Kreuzfahrt– die meisten Sommerurlaube gehen ins Warme. Viele Leute buchen ihre Urlaube aufgrund von Rabatten, die ihnen bis zu 30 Prozent Ermäßigung bieten, schon sehr früh im Jahr, sie sind sogenannte Frühbucher. Dabei vergessen die meisten die Möglichkeit von den früher sehr beliebten Last-Minute-Urlauben. Auch jetzt ist es noch möglich, diese Reisen zu buchen. Von Last-Minute spricht man, wenn ein Urlaub etwa zwei Wochen vor dem Abreisetermin gebucht wird.

„Der Anteil an Last-Minute-Buchern liegt mittlerweile nur noch bei fünf bis acht Prozent“, sagt Werner Kiwitz, Inhaber des Reisebüros „Der Reisefuchs“ in Tönisvorst. Der Anteil sei zurückgegangen, obwohl es bei diesen Urlauben keinen Qualitätsunterschied bei den Zimmern gebe und auch die Auswahl der Reiseziele meist nicht eingeschränkt sei. Einschränkungen von Last-Minute-Reisen können Hotelzimmer mit einer ungünstigen Lage sein. Auch unübliche Flugzeiten, möglicherweise auch mit Umsteigeverbindungen, könnten für manche ein Hindernis sein, erläutert Susanne Utke, Inhaberin des Reisebüros am Kuhtor in Kempen. Das Reisebüro Krüger aus Willich weist zusätzlich darauf hin, dass spät gebuchte Flüge meist etwas teurer sein können. Im Gegenteil dazu werden Restplatz-Kabinen auf einem Kreuzfahrtschiff, die kurzfristig auf den Markt kommen, bei einer Last-Minute-Buchung günstiger.

Besonders beliebt ist die Form des Last-Minute-Reisens bei jungen Leuten wie beispielsweise Studenten oder Paaren, die günstiger verreisen wollen. „Wer flexibel mit dem Reisedatum und dem Reiseziel variieren kann, für den ist Last-Minute durchaus eine Möglichkeit, den ein oder anderen Euro zu sparen“, berichtet Olaf Krüger, Inhaber des Reisebüros Krüger in Willich. „Mit Last-Minute kann man außerhalb der Ferien 15 bis 20 Prozent sparen“, erzählt Werner Kiwitz. „Zu Ferienzeiten spart man zehn bis 15 Prozent“, fügt Detlef Jung, Inhaber des Reisebüros Jung in Kempen, hinzu. Natürlich komme es immer darauf an, wohin die Reise gehen soll und in welchem Zeitraum. Es gebe aber auch Familien, die Last-Minute buchen, so Susanne Utke. Familien müssen allerdings auf die Kinderfestpreise achten, die bei Last-Minute-Buchungen meist verfallen.

Wenn man mit Kindern reist, ist es außerdem wichtig, auf die allgemeinen Regeln zu achten. Auch wenn ein Flug am Vormittag des letzten Schultages günstiger ist, darf das Kind den letzten Schultag nicht verpassen, sofern es nicht aus Krankheitsgründen fehlt und ein ärztliches Attest vorgelegt werden kann.

Obwohl der Anteil momentan so niedrig ist, wird auch aufgrund der Wetterbedingungen in Deutschland erwartet, dass der Anteil dieses Jahr noch steigt, so Detlef Jung. Wegen großer Auswahlmöglichkeiten und einer individuellen Beratung ist es von Vorteil, seine Last-Minute-Reise in einem Reisebüro zu buchen statt im Internet. Angestellte im Reisebüro verfügen über große Erfahrungen und bieten einen Ansprechpartner vor, während und auch nach der Reise an. „Die Preise sind gleich. Und bei einem Pauschalpaket ist der Reisende auch bei Ausfällen abgesichert und hat keinen Geldverlust“, erklärt Susanne Utke. Auch für Mai bieten Reisebüros noch Last-Minute-Urlaube an.

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