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Lackwerke Peters in Kempen: Integration läuft auch über den Arbeitsplatz

Lackwerke Peters in Kempen : Integration läuft auch über den Arbeitsplatz

Wie Integration von Flüchtlingen über den Beruf und am Arbeitsplatz funktionieren, zeigt das Beispiel der 24-jährigen Baraa Al-Jumaili. Die gebürtige Irakerin – sie kam vor fünf Jahren aus Bagdad nach Deutschland – absolviert bei den Lackwerken Peters in Kempen eine Ausbildung zur Informatik-Kauffrau.

Ihre Arbeit bei dem Unternehmen bedeutet für die Irakerin gleichzeitig Integration in die hiesige Gesellschaft.

Wenn es im Betrieb Netzwerkprobleme gibt oder es im Rechner oder Telefon hakt, dann ist die IT-Abteilung gefordert. Dort macht Baraa Al-Jumaili zurzeit ihre Ausbildung im zweiten Lehrjahr. In dem dreiköpfigen Team kümmert sich die 24-Jährige um Datensicherung und darum, dass die digitalen Prozesse am Standort Hooghe Weg laufen.

Baraa Al-Jumaili ist ein gutes Beispiel dafür, wie berufliche Entwicklung und Förderung des Nachwuchses die Integration fördern. Als sie vor fünf Jahren mit ihrem Bruder nach Deutschland kam, hatte sie in ihrer Heimatstadt Bagdad bereits zwei Semester Informatik studiert. „Baraa geht jeder Aufgabe gewissenhaft nach, arbeitet strukturiert und hat ein freundliches einnehmendes Wesen“, sagt IT-Administrator Johann van den Bos.

Ihre Augen strahlen, wenn es um Peters geht. „Hier stimmt alles. Man geht gut miteinander um“, sagt sie in akzentfreiem Deutsch. Baraa fühlt sich gut aufgehoben in der IT-Abteilung der Lackwerke. Zuerst möchte sie die Ausbildung zu Ende bringen. Das erste Lehrjahr hat sie bei einer anderen Firma absolviert, bevor sie zu Peters wechselte. Die Irakerin möchte später ihr Studium in Deutschland fortsetzen. Das sollte etwas mit Mathematik, Technik oder Naturwissenschaften sein. „Das liegt mir“, betont die Auszubildende.

Egal, wohin der berufliche Weg sie nach dem Ende der dreijährigen Ausbildung führt – Baraa Al-Jumaili sagt: „Meinem Arbeitgeber Peters werde ich immer dankbar sein, dass er mir die Chance gegeben hat, mich beruflich zu entwickeln.“ Und das fern der Heimat und nur mit einem Teil ihrer Familie.