Stadt Kempen: Kunsthandwerk zum Staunen

Stadt Kempen: Kunsthandwerk zum Staunen

Aus den kleinen Anfängen 2002 ist eine über die Grenzen Kempens hinaus bekannte Veranstaltung geworden. Bereits zum sechsten Mal gibt es am 20. und 21. März im Kempener Kramer-Museum den Kunsthandwerkertag.

Neu ist in diesem Jahr, dass es eigentlich Kunsthandwerkertage sind, denn erstmals beginnt die Veranstaltung schon am Samstagnachmittag. Mehr als dreißig Kunsthandwerker aus den Bereichen Holz, Textil, Metall, Glas, Keramik, Papier, Graphik und Malerei haben sich angemeldet. Darunter viele bekannte Gesichter wie der Holzschnitzer Robert Kursawa, Goldschmiedin Ute Ewert, Keramikerin Gitta Radtke oder Diana Hantsche mit ihren alten Bauernpflanzen und einfallsreichen Frühlingsgestecken.

Aber es sind auch viele neue Gesichter unter den Handwerkern. Doris Morawietz vom Museum freut sich, dass sich mittlerweile Kunsthandwerker regelrecht bewerben. Ganz wichtig ist ihr, dass es sich bei den Ausstellern um tatsächliches Kunsthandwerk geht. Dazu gehört auch, dass man den Handwerkern über die Schulter schauen darf. Fachsimpeln ist ausdrücklich erlaubt. Da kann man sich über Möbelrestaurierung informieren, die Herstellung von Filz- und Holzaccessoires sehen.

Breiten Raum nehmen in diesem Jahr die Textilien ein. Märchenwendepuppen, Spinnen und Stricken, Patchwork, traditionelle Leinenstickerei, Stoffpuppen und Filzobjekte, vor allem für Kinder werden gezeigt. Spannend dürfte auch der Bereich Metall werden. Denn dort spannt sich der Bogen von filigraner Goldschmiedekunst über Vergoldung bis hin zum Messermacher, Handgraveur und Metallobjekten aus Stahl mit Rost.

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Andere Stände beschäftigen sich mit der empfindlichen Glaskunst. Weiterhin gibt es Keramik und Porzellanarbeit zu sehen. Buch- und Papierkunst, sowie Scherenschnitte zeigen ebensolche Arbeit, die ausgesprochene feine Fingerfertigkeit braucht. Und von da aus ist es nur noch ein schmaler Schritt zur Druckgraphik und Ikonenmalerei. Und da es nur noch zwei Wochen bis Ostern sind, kann man auch kostbare ukrainische und sorbische Ostereinermalerei bewundern.

Viele werden sich freuen, Monika Lennartz wieder zu sehen, die "Vom Hasen bis zum Ein" alles Mögliche für die Osterdekoration mitbringt. Marlies Birk hält die passenden Kerzenverzierungen für Ostern bereit. Iris Gillessen-Brandt und Birgit Höffmann laden mit ihrer Kamm- und Brettchenweberei ein, sich selbst einmal in der Kunst des Webens zu üben. Und nach all dem vielen Schauen wartet im Museumscafé im Rokokosaal Kaffee und Kuchen auf die Besucher. Der Erlös des Cafés dient wie jedes Mal für die Finanzierung der Restaurierung eines Museumsobjekts. Frage des Tages

(RP)