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Kreisversammlung der Grünen in Oedt

Versammlung in Oedt : Kreisgrüne wählen ihre Kandidaten

Bei der Kreiswahlversammlung in der Albert-Mooren-Halle in Oedt gab die Ökopartei keine Empfehlung für die Landratswahl ab. Die Grünen verspüren politischen Aufwind und hoffen auf mehr als sechs Mandate.

„Ich möchte euch Mut machen für die super spannende Zeit, die vor euch liegt“: Jens Ernesti, unabhängiger Bürgermeisterkandidat und Mitglied der Grünen in Grefrath, begrüßte seine Parteifreunde auf der Kreismitgliederversammlung in der Albert-Mooren-Halle in Oedt mit einer Art „Ruckrede“. Für ihn sind die Grünen „der kreative Motor für die ökologische Lösung vor Ort“. Er rief angesichts guter Umfragewerte dazu auf, „die neue Rolle als Gestalter anzunehmen“. Dafür gab es stehende Ovationen.

„Das war eine herausragende Rede – die kann und will ich nicht toppen“, sagte Kreisvorstand Jürgen Heinen. Und er kündigte an, dass die Grünen im Kreis Viersen nicht mit einem eigenen Landratskandidaten beziehungsweise einer eigenen Landratskandidatin ins Rennen gehen werden. Zurzeit werde die Öko-Partei auch keine Wahlempfehlung für ihre Mitglieder aussprechen.

Von rund 375 Mitgliedern waren 73 anwesend. Sie wählten unter anderem die Mitglieder der Reserveliste. Auf Platz eins steht Maria Dittrich (64) aus Viersen. Sie versprach, die Bedeutung des Kreises für die Menschen stärker hervorzuheben. Jürgen Heinen, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, steht auf Platz zwei der Reserveliste, es folgen Martina Haak aus Niederkrüchten und René Heesen aus Kempen. Auf Platz fünf sollte dem eigenen Anspruch der Grünen nach eigentlich eine Frau kandidieren. Es konnte jedoch keine Kandidatin gefunden werden. Deshalb wurde Jens-Christian Winkler aus Brüggen gewählt. Der Willicher Eib Eibelshäuser folgt auf Platz sechs. Norbert Dohmen aus Viersen hätte sich beinahe gegen Meral Thoms aus Tönisvorst behaupten müssen – nach zehnminütiger Sitzungsunterbrechung nahm sie von einer Kampfkandidatur Abstand. Er träumt davon, dass die Bänder bei den Automobilunternehmen eines Tages für immer stillstehen – trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wurde der Nettetaler Björn Rudakowski auf den durchaus aussichtsreichen Listenplatz acht gewählt. Es folgen Joachim Unger aus Tönisvorst sowie Christoph Szallies aus Niederkrüchten auf den Plätzen neun und zehn.

Derzeit haben die Grünen sechs Mitglieder im Kreistag. Sie gehen davon aus, dass es im September deutlich mehr werden. 39 Bewerber wurden insgesamt auf die Liste gesetzt. Auf den Plätzen 11 bis 18 stehen Dietmar Helmreich, David Tepaß, Thomas Overbeck, Andreas Sonntag, Paul Muschiol, Nicole Brumme, Manuel Britsch und Meral Thoms.