Kreis Viersen: Kreis warnt vor Staupe-Gefahr durch Füchse

Kreis Viersen: Kreis warnt vor Staupe-Gefahr durch Füchse

In Niederkrüchten ist bei zwei tot aufgefundenen Füchsen das Staupe-Virus festgestellt worden. "Besonders Hunde sind von dem Virus bedroht", sagt Kreisveterinär Helmut Theißen. Hundebesitzer sollten deshalb umgehend den Impfschutz ihres Hundes überprüfen und gegebenenfalls erneuern lassen. "Üblicherweise besteht ein Impfschutz gegen Staupe rund ein Jahr, danach sollte die Impfung aufgefrischt werden", rät Theißen. Nach der Impfung dauert es zwei Wochen, bis der Schutz wirkt. Welpen sollten ab der achten Woche eine Grundimmunisierung erhalten.

Das Staupe-Virus ist nach Einführung der Impfung vor 50 Jahren zwar eingedämmt, bricht gelegentlich aber wieder aus. Für Menschen und Katzen ist es ungefährlich, nicht aber für Hunde, Füchse, Dachse oder Marder. Es überträgt sich durch Tröpfcheninfektion oder durch Kontakt zu kranken Tieren. Hunde können sich an Ausscheidungen erkrankter Tiere infizieren.

"Ist ein Fuchs bereits geschwächt, kann ein freilaufender Hund ihn aufstöbern und sich anstecken", so der Kreisveterinär. Die Krankheit verlaufe für Fuchs und Hund oft tödlich. Kranke Füchse verlören meist die Scheu vor Menschen und würden orientierungslos wirken, sie bekommen Fieber und leiden an Symptomen wie bei einem Magen-Darm- oder Atemwegsinfekt. Meist finde man die Füchse verendet auf freiem Feld. Das Verbreitungsgebiet könne groß sein, ein Fuchs kann durchaus 20 Kilometer in einer Nacht zurücklegen. "Bei Spaziergängen im Wald sollten Hunde an der kurzen Leine geführt werden", rät Theißen.

(busch-)
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