Weißes Gold vom Niederrhein Gastronomie bietet Spargel satt – auch vom Buffet

Kempen/Willich · Hobbyköche bereiten zu Hause den Spargel meistens klassisch mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise zu. In der Gastronomie zeigt sich jetzt, was das weiße Gold alles kann. Ein Blick in die Töpfe.

Georg Heyes inmitten der Spargeldämme. Das Gemüse kommt im hofeigenen Restaurant „Landwirtschaft“ auf den Teller.

Georg Heyes inmitten der Spargeldämme. Das Gemüse kommt im hofeigenen Restaurant „Landwirtschaft“ auf den Teller.

Foto: Norbert Prümen

Von der Spargelsuppe bis zum Dessert – Spargelmousse im Glas mit Rhabarbergrütze – ist ab Ende April im Restaurant „Landwirtschaft“ in Willich-Schiefbahn alles auf das weiße Gold vom Niederrhein eingestellt. Mittwochs bis freitags ab 18 Uhr bieten Anja Heyes und ihr Vater Georg im Restaurant auf dem Berderhof hofeigenen frischen Spargel – grün und weiß – in allen möglichen Variationen an. „Wir starten mit dem Buffet, bei dem wir um Voranmeldung bitten, erst Ende des Monats, damit sich die Preise etwas stabilisiert haben“, sagt Anja Heyes.

Dennoch: Auch wenn die Preise Ende April moderater sein werden als zu Beginn der Spargelsaison, schwankt der Preis und ist wetterabhängig. „Die tagesaktuellen Preise veröffentlichen wir auf unserer Homepage“, sagt die Gastronomin und verweist auf die umfangreiche Auswahl am Buffet, das von den Köchen der „Landwirtschaft“ mit viel Kreativität vorbereitet wird: Spargelsalat, Tomate Mozzarella mit Spargel, Spargel mit Sauce Hollandaise, Schnitzel oder Lachs dazu und lauwarme Spargeltarte lassen die Herzen der Spargelfreunde höherschlagen.

Die Köche der „Landwirtschaft“ werden das appetitliche Buffet vor der großen, gläsernen Küche im Gastraum aufbauen, die Gäste können sich nach Herzenslust bedienen und auch einmal ganz neue, ungewohnte Kreationen probieren. Dabei sind natürlich jede Schale oder Terrine beschriftet, damit die Feinschmecker wissen, was bei ihnen auf dem Teller landet. Unabhängig von dem umfangreichen Buffet gibt es in der „Landwirtschaft“ natürlich bereits ab sofort Spargel auf der Karte. Anmeldungen unter Telefon 02154 4868630 oder über berderhof-landwirtschaft.de.

Ein weiteres Spargelbuffet wird es am Sonntag, 12. Mai, in Kempen-St. Hubert im Sabo Art und Café, An Eulen 7, geben. „Wir wollen die Mütter an ihrem Tag so richtig verwöhnen und starten schon mit einem Frühstück“, erklärt Geschäftsführer Ralf Dömgen. Aber von 18 bis 23.30 Uhr kann so richtig am Buffet bei Spargel aus der Region geschlemmt werden. Normalerweise ist das Sabo Art und Café ein Frühstücks- und Kuchencafé in künstlerischer Atmosphäre, aber für besondere Anlässe hat sich das Team auch besondere Angebote einfallen lassen. Ralf Dömgen hat das Café und die Kunstgalerie erst im Oktober des vergangenen Jahres übernommen und sich bei der Jahresplanung für den Muttertag etwas Schönes ausgedacht. An dem Tag sollen sich die Mütter so richtig verwöhnen lassen und in Ruhe genießen. Die ersten Anmeldungen liegen bereits vor, doch auch Dömges bittet, sich für das Spargelbuffet anzumelden, Telefon 02152 5507250.

Bereits zu Ostern hatte Willi Hirschmann vom Restaurant „et kempsche huus“ zu einem Spargelbuffet geladen, das, obschon Ostern so früh im Jahr war, von den Gästen sehr gut angenommen wurde. Jetzt, wo die Spargelsaison so richtig gestartet ist, darf das Edelgemüse auf den Speisekarten im „huus“ und im „Campunni“ nicht fehlen.

Dabei bezieht der Gastronom seinen Spargel täglich frisch vom Spargelhof Goetzens „In unserm Stammhaus bieten wir den Spargel ganz klassisch an“, sagt Willi Hirschmann. Dazu gehört natürlich auch die Spargelcremesuppe. Der Gast kann zwischen Spargel mit Wiener Schnitzel oder Schnitzel Wiener Art und Kartoffeln wählen. Aber das Frühlingsgemüse wird auch mit Schinken und Sauce angeboten. Gerne äßen die Gäste auch den frischen Spargel mit Lachs oder Zander. In der kleinen Osteria „Campunni“ gibt es leichte, italienische Variationen mit Parmaschinken. „Kempen ist ein tolles Pflaster“, sagt Hirschmann anerkennend.

Die Gäste wüssten die gute Qualität des Edelgemüses zu schätzen und wären auch bereit, höhere Preise dafür zu bezahlen. Dennoch verspricht auch Hirschmann, dass in den kommenden Wochen die Spargelpreise sinken werden. Wenn das Wetter mitspielt, ist das Angebot am Niederrhein groß. Und das drückt die Preise.

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