Konzerthighlights in Kempen

Kempen Klassik bietet zwei Sonderkonzerte an : Zwei Stars der klassischen Konzertszene

Die Stiftung „Bürger für Klassik“ ermöglicht zwei Sonderkonzerte: Katia und Marielle Labèque und ChorWerk Ruhr mit Concerto Köln.

Erst seit wenigen Jahren existiert die Kempener Stiftung „Bürger für Klassik“, doch schon jetzt machen sich die Früchte ihrer Arbeit auch für den Konzertbesucher bemerkbar: Dank ihrer Unterstützung ist es dem Verein Kempen Klassik möglich, in der nächsten Saison zusätzlich zum regulären Programm, das heißt außerhalb der Abonnements,  gleich zwei herausragende Highlights zu veranstalten.

Das erste findet statt am Sonntag, 11. November, um 18 Uhr in der Paterskirche. Zu Gast ist das vielleicht renommierteste klassische Klavier-Duo überhaupt: Die Zwillinge Katia und Marielle Labèque zählen schon seit Jahrzehnten zu den Stars der klassischen Musik und begeistern ihr Publikum weltweit mit ihrem Temperament und ihren virtuosen Interpretationen, wobei sie nicht nur das klassisch-romantische Repertoire, sondern ebenso Werke zeitgenössischer Komponisten spielen.

Zum diesjährigen hundertsten Geburtstag des großen amerikanischen Dirigenten und Komponisten Leonard Bernstein haben sie sich, verstärkt durch die beiden Perkussionisten Raphael Séguinier und Gonzalo Grau, der unwiderstehlichen Musik der „West Side Story“ angenommen, in einem speziellen Arrangement für zwei Klaviere und Perkussion.

Ergänzt wird das Programm durch Klavier-Werke von Philip Glass, einem der führenden Vertreter der Minimal Music, dem sich das Duo besonders verbunden fühlt. So spielten Katia und Marielle Labèque im Mai 2015 die Uraufführung seines Doppel-Klavier-Konzerts mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra unter Gustavo Dudamel.

Gänzlich andere Töne erwarten das Kempener Publikum in der Passionszeit, genauer gesagt am Freitag, dem 22. März 2019. Dann steht 19.30 Uhr in der Propsteikirche die älteste und neben der „Matthäus-Passion“ einzig vollständig erhaltene Passionsvertonung von Johann Sebastian Bach auf dem Programm – die „Johannes-Passion“.

Seit ihrer Uraufführung 1724 in Leipzig begeistert Bachs Oratorienpassion mit anrührenden Arien, ausdrucksstarken Rezitativen und beeindruckenden Chor-Sätzen und sorgt für ein dramatisches Musikerlebnis. Erst recht, wenn sich dazu Spitzenensembles wie das ChorWerk Ruhr und Concerto Köln zusammenfinden. Auch das Solistenensemble ist international renommiert: die amerikanische Sopranistin Robin Johannsen, die regelmäßig mit Dirigenten wie René Jacobs, Andrea Marcon oder Teodor Currentzis arbeitet, Alex Potter, einer der gefragtesten Altisten der Alten Musik, und der kroatische Bassist Kresimir Strazanac (Salzburger Festspiele, Wiener Musikverein, Concertgebouw Amsterdam). Als Jesus ist der Bassist Tobias Berndt zu hören, und die Partie des Evangelisten ist so etwas wie die Paraderolle für den Tenor Tilman Lichdi, über den ein amerikanischer Kritiker schrieb: „Man kann ein ganzes Leben verbringen, ohne je eine so gut gesungene Evangelistenpartie zu hören wie jene von Tilman Lichdi, und ich vergesse hierbei nicht Peter Schreier.“

Spitzenensembles wie das ChorWerk Ruhr und Concerto Köln haben sich für „Matthäus-Passion“ von Johann Sebastian Bach zusammengefunden. Ihr Konzert steht am 22. März in der Paterskirche an. Foto: Pedro Malinowski

Der Kartenverkauf beginnt  – gemeinsam mit dem Einzelkarten-Verkauf für sämtliche Konzerte der Saison 2018/19  –  am Samstag, 1. September, 11 Uhr. Vereinsmitglieder von Kempen Klassik  haben sich vorgenommen, allen, die am Samstagvormittag zur Kasse ins Franziskanerkloster kommen, die Wartezeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Es werden Nummern ausgegeben, Sitzgelegenheiten zur Verfügung gestellt, und verdursten muss auch niemand. In der Vergangenheit hatten sich beim Start des Einzelkartenverkaufs lange Schlangen vor der Kasse im Kulturforum Franziskanerkloster gebildet.

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