Kommunalwahl in Grefrath Debakel für SPD in Grefrath – Stichwahl erforderlich

Grefrath · Leichte Verluste für CDU und FDP + SPD-Ergebnis fast halbiert + Gewinne für Grüne + GOVM über 15 Prozent + Stichwahl am 27. September erforderlich

 In gespannter Erwartung des Wahlabends vereint waren die Grefrather Bürgermeistermeisterkandidaten (von links) Roland Angenvoort, Stefan Schumeckers und Jens Ernesti. Schumeckers und Ernesti gehen in die Stichwahl.

In gespannter Erwartung des Wahlabends vereint waren die Grefrather Bürgermeistermeisterkandidaten (von links) Roland Angenvoort, Stefan Schumeckers und Jens Ernesti. Schumeckers und Ernesti gehen in die Stichwahl.

Foto: Norbert Prümen

In Grefrath wird es eine Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters geben. Die Bürgermeisterwahl gewann zwar Stefan Schumeckers (CDU) mit 44,9 Prozent. Für eine absolute Mehrheit reichte das aber nicht. Daher wird er am 27. September noch einmal gegen den Zweitplatzierten antreten: Jens Ernesti holte am Sonntag 33 Prozent der Stimmen. Ernesti, der im Wahlkampf als unabhängiger Kandidat antrat, gehört den Grünen an. Seine Kandidatur wurde unterstützt von FDP und der neuen Wählergemeinschaft GOVM. Auf dem dritten Platz bei der Bürgermeisterwahl landete Roland Angenvoort von der SPD mit 22 Prozent. Die SPD hatte sich im Vorfeld nicht durchringen können, auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten und ebenfalls den Grefrather Wirtschaftsförderer Ernesti zu unterstützen. Das hatte zu innerparteilichem Streit geführt, in dessen Folge der langjährige SPD-Fraktionsvorsitzende Jochen Monhof aus der Partei ausgetreten war.