Kommentar zur Wohnraumsituation in Kempen

Kommentar : Kempen hat ein Wohnraumproblem

Die Stadt Kempen ist als Wohnort in der Region seit Jahren sehr beliebt. Vor allem Grundstücke für Eigenheime, Eigenheime selbst oder Eigentumswohnungen erzielen auf dem Immobilienmarkt Höchstpreise.

Die Nachfrage ist ungebrochen, das zeigen Berichte der Maklerbranche. Das zeigt sich aber auch bei der enormen Nachfrage von städtischem Bauland beim zuständigen Liegenschaftsamt der Stadtverwaltung.

Was fehlt, sind bezahlbare Mietwohnungen. Appelle der Politik gibt es seit Jahren, mehr günstigen Wohnraum zu schaffen. Die Stadt hat keine eigene Wohnungsbaugesellschaft, setzt auf eine Partnerschaft mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) des Kreises Viersen. Die kann aber den Bedarf mit ihren Bauvorhaben ebenfalls nicht decken. Private Investoren sind nur schwer dazu zu bewegen, preisgebundenen Wohnraum zu schaffen, wenn man am Markt doch ganz andere Preise erzielen kann. Für das Baugebiet im Kempener Westen will die GWG bis zu 200 Wohnungen errichten. Bis die fertig sind, dauert aber noch einige Jahre.

Ein anderes Problem: Etliche Mietwohnungen – etwa im Kempener Stadtbezirk Hagelkreuz oder auf dem Wartsberg in Tönisberg – fallen aus der Mietpreisbindung. Einige Vermieter werden möglicherweise die Mieten drastisch anheben. Eine Lösung für dieses Problem ist gar nicht in Sicht.

Bericht: Neuer Wohnraum für Kempener