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Kommentar zur Werksschließung von Griesson-de Beukelaer in Kempen

Kommentar : Den Verlust als Chance begreifen

Die unternehmerische Entscheidung der Konzernzentrale von Griesson-de Beukelaer, den Standort Kempen nach 65 Jahren zu schließen, kam Mitte November 2018 für die Beschäftigten und alle Kempener Bürger überraschend.

Seinerzeit gab es eine Welle der Solidarität. Das Zeichen kam bei der Belegschaft an, umgestimmt hat es die Verantwortlichen in Polch indes nicht. Firmensprecher und Mitinhaber Peter Gries war Kempen stets verbunden. Der Kempener Altstadtlauf war ohne sein persönliches Engagement kaum möglich.

Die Prinzenrolle aus Kempen ist bald Geschichte, die Prinzenrolle aus Kahla werden aber bestimmt auch viele Kempener gerne essen. Wichtig ist jetzt, dass die Beschäftigten einen neuen Job finden, sofern sie ihn noch nicht haben. Und dass Stadt und Politik die Werksschließung als Chance für einen Neuanfang begreifen. Am Standort Arnoldstraße sollen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In diesem Punkt sind sich Politik und Verwaltung gottlob einig.