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Kommentar zur den Vorfällen in der Kempener Kita

Vorfälle in Kempener Kita : Die Politik muss Aufklärung verlangen

Ja, es ist richtig: Es handelt sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Ja, es ist richtig, dass man sich mit Bewertungen der Vorfälle in der Kempener Kita „Mullewapp“ zurückhalten kann.

Aber richtig ist auch, dass die Kommunalpolitiker im Kempener Stadtrat verpflichtet sind, als Kontrollinstanz der Arbeit der Stadtverwaltung umfassende Aufklärung einzufordern. Dafür haben sie den Auftrag der Kempener Bürger bei der Kommunalwahl erhalten. Es kann nicht sein, dass die Politiker erst Tage nach den ersten Veröffentlichungen von Querverbindungen beim Todesfall eines Kindes in einer Viersener Kita über eine dort unter Mordverdacht stehende Erzieherin zu einer Kempener Kita, in der diese Frau zuvor beschäftigt war, einen Bericht vom Bürgermeister erhalten. Volker Rübo hätte schneller reagieren müssen und durfte nicht bis zur Sitzung des Ältestenrates am Mittwochabend warten.

Die Politik hat zudem die Pflicht, selbst dafür zu sorgen, dass Abläufe bei Unfallanzeigen im Kempener Jugendamt nach den Vorfällen in der Kita „Mullewapp“ so verändert werden, dass so etwas nie mehr passieren kann. Die Kontrollmechanismen müssen verstärkt werden – unabhängig von gesetzlichen Bestimmungen, hinter denen sich eine Verwaltung schon mal gerne versteckt. rei