Kommentar zum Thema Schulentwicklung Kempen

Kommentar : Schulstadt muss um ihren Ruf bangen

Kempen hat sich in der Vergangenheit gerne selbst als „Schulstadt“ bezeichnet, weil es – auch vor der Einführung der Gesamtschule – ein breites Angebot von allen Schulformen gab. In den Schulen – von der Grundschule bis zum Gymnasium – wurde immer schon Beachtliches geleistet.

Vor allem die Erich Kästner Realschule und die Martin-Schule (Hauptschule) hatten sich einen sehr guten Ruf erworben. Die beiden Gymnasien Thomaeum und LvD spielten und spielen ohnehin in der Spitzenklasse mit.

Der gute Ruf Kempens als Schulstadt hat indes Risse bekommen und bröckelt, trotz des gelungenen Starts der neuen Gesamt­schule, gewaltig. Die Sanierung der weiterführenden Schulen und die konzeptionelle Ausrichtung auf die neuen Bedürfnisse (Stichwort „Digitalisierung“) sind ins Stocken geraten. Auch bei den Grundschulen muss sich dringend etwas tun, baulich und organisatorisch. Vor allem das Neben- und Miteinander der beiden Grundschulen im Kempener Süden, der Regenbogenschule und der Katholischen Grundschule Wiesenstraße, muss neu durchdacht und geplant werden.

Die Probleme in den Griff zu bekommen, ist eine vorrangige Aufgabe des neuen Schuldezernenten, der die Nachfolge des nicht mehr wiedergewählten Beigeordneten Michael Klee im Frühjahr antritt. Dabei muss Bürgermeister Volker Rübo, der das Thema längst zu seiner Chefsache gemacht hat, darauf achten, dass der neue Schuldezernent in dieser Angelegenheit besonders gut mit dem neuen Technischen Beigeordneten Torsten Schröder harmoniert. Auch dieser ist frisch im Amt und kann – unbelastet von den Schwierigkeiten seiner Vorgänger – die Sache angehen.

Bericht: Kempens Schulcampus der Zukunft