Kommentar zu A.E.Eiselo Buch "Güllealarm"

Kommentar zur Debatte um „Güllealarm“ : Kritik geht, Beleidigungen nicht

Vorweg an die Adresse der Landwirte: Sie leisten tolle Arbeit und müssen sich zu Unrecht vieles gefallen lassen. Ihnen werden viele Dinge unterstellt: Angeblich verpesten sie die Umwelt, vernichten sie die Bienen, oder alles um sie herum stinkt einfach.

A.E. Eiserlo behauptet das in ihrem Buch „Güllealarm“  durch den Mund frecher Kobolde,  die am Ende zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn Landwirte nur den Titel lesen und vielleicht auch noch den Text auf der Rückseite, könnte es durchaus zu Missverständnissen kommen, könnten Landwirte die Vermutung hegen, hier wollte ihnen jemand am Zeug flicken. Die Autorin  versichert glaubhaft,  dass das definitiv nicht  in ihrer Absicht gelegen habe,  und hat zugesagt,  das in einer nächsten Auflage in einigen Passagen deutlicher zu machen. Aber wer das Buch liest,  wird auch schon jetzt  Stellen entdecken, in denen die Autorin sich aus Menschensicht wohlwollend und mitfühlend  mit der Landwirtschaft  äußert. Wenn es etwa um Ökoanbau geht, lässt sie den Bauern sagen: „In den letzten Woche habe ich mich damit auseinandergesetzt. Die Umstellung kostet sehr viel  und zieht sich über mehrere Jahre hin. Es ist alles ziemlich kompliziert!“

In dem Artikel  vom Samstag, dem teilweise einseitige Berichterstattung vorgeworfen wird, geht es nicht um die Lage der Landwirtschaft, was natürlich ebenfalls der Berichterstattung wert ist und worüber auch regelmäßig berichtet wird.

Es geht hier um das Erscheinen eines Buches, das einen Shitstorm ausgelöst hat. Wer immer als Landwirt sich getroffen, beleidigt oder verunglimpft fühlt, hat das gute Recht, seine Meinung zu äußern, solange das auf sachlicher Ebene geschieht und nicht in Beleidigungen ausartet.

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