Stadt Kempen: Kneipen werden Musik-Clubs

Stadt Kempen : Kneipen werden Musik-Clubs

Das Musikfestival "Kempen Live" geht am Samstag, 8. Oktober, in neun Kneipen in die fünfte Runde. Neun Bands unterschiedlicher Musikrichtungen nehmen teil. Die Organisatoren erwarten 1500 bis 2000 Besucher.

Adam Ruta ist Kempen-Fan. Der Mitarbeiter der Gastro Event GmbH aus dem ostfriesischen Moormerland mag die Altstadt. Mit beruflichem Blick gemustert ist sie ideal für das Kneipenfestival "Kempen Live", das seine Firma am Samstag, 8. Oktober, zum fünften Mal veranstaltet. Ruta erinnert sich, als er Kempen vor dem ersten Festival besuchte.

"Die Innenstadt ist so herrlich, sie schreit geradezu nach einem solchen Festival", sagt er. Andernorts müssten Pendelbusse eingesetzt werden, um die Besucher zu den Auftrittsorten zu fahren, sagt Ruta. Hier lägen alle Auftrittsorte eng beisammen.

Das Konzept von "Kempen Live" und vergleichbarer Musik-Events, die das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der örtlichen Gastronomie organisiert, ist einfach: Kneipen sollen für eine Nacht zu Musik-Clubs werden.

Neun Lokale machen mit — im Vorjahr waren es zehn —, neun internationale Bands unterschiedlicher Musik-Genres treten auf, und das gesamte Festival kostet zehn Euro Eintritt. Ein Ticket ist gültig für alle neun Kneipen. Neu dabei sind die Gaststätten "Venga" und "Kuba Kulturbahnhof". Die meisten liegen in der Altstadt. "Stradivari" und "Kuba" sind in fünf Minuten Fußweg zu erreichen.

Internationale Bands unterschiedlichster Spielarten der Musik, die noch nie bei "Kempen Live" mitgemacht haben, werden in den Kernzeiten der Konzerte zwischen 20 und 2 Uhr zu hören sein. Vom feinsten Blues über groovigen Soul und Funk, exotische Latin Klänge, knackigen Rock, kultige Schlager und Oldies bis zu Boogie, Blues & Rock'n Roll ist alles dabei, was Kempen Live-Fans hören möchten.

Kempener begeisterungsfähig

Im vergangenen Jahr kamen zwischen 1500 und 2000 Besucher, wobei im Laufe der vergangenen Jahre die Zahl gestiegen sei, sagt Adam Ruta. Die Gastronomen hätten vor allem viele auswärtige Besucher registriert. Zudem habe er das Kempener Publikum als sehr begeisterungsfähig erlebt, sagt der Event-Organisator. Er führt das auf die Nähe des Rheinländers zum Karneval zurück.

Auch bei den Bands scheint "Kempen Live" beliebt zu sein. Gruppen riefen gezielt an, um sich für das Festival zu melden, sagt Ruta. Darunter ist auch die Rockcover Band "Slash Back" aus dem nahen niederländischen Arcen. Sie spielt am 8. Oktober im "Stradivari". Auch aus der Nähe, nämlich aus Düsseldorf, stammt die Formation "Dritter Freier". Sie wird im "Stamperl" an der Ellenstraße mit Rock'n Roll aufwarten.

Dem Festival-Besucher entgeht nichts, wenn er eine Eintrittskarte hat. Da das Ticket für alle Konzerte gilt, kann sich der Musikfreund seinen persönlichen Hör-Plan zusammenstellen. In einer ausgedehnten Gastro-Tour kann er bis in die späte Nacht die Live-Session-Stimmung miterleben. Frage des Tages

(RP/rl)
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