1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Stadt Kempen: Klosterhof: Bürger informierten sich

Stadt Kempen : Klosterhof: Bürger informierten sich

Bei einer Bürgerversammlung erfuhren die Teilnehmer viele Einzelheiten rund um das Bauprojekt Klosterhof. Im letzten freien Ladenlokal werden Lederwaren angeboten. Für Mitte kommenden Jahres ist das Richtfest geplant.

Umfassender hätte die Bürgerinformation zum Bereich Klosterhof kaum sein können als am Mittwochabend in der Mensa der Martinschule. Es gab nämlich eine rund 100-minütige Veranstaltung über den bisherigen Stand der Arbeiten, über die geplanten und anstehenden Maßnahmen sowie über den Stand des Verkaufs und der Vermietungen von Wohnungen und Geschäften.

Rasch wurde deutlich: Mit dem Klosterhof wird die Kempener Altstadt noch interessanter, attraktiver und lebendiger. Der Technische Beigeordnete Stephan Kahl eröffnete die Informationsveranstaltung. Er selbst sei sehr überrascht von der Schnelligkeit, in der das Gebäude hochgezogen werde. Richtfest soll bereits im kommenden Frühjahr gefeiert werden. Architekt Joachim Hein aus Düsseldorf verdeutlichte: "Freiräume sind ganz wichtig für den Charme der Altstadt." Genau diese werde der Klosterhof den Bürgern bieten. Die Stadt habe mit dem Projekt die Chance genutzt, die geschichtliche Bedeutung der Altstadt herauszustellen, so Hein weiter, denn die Bewohner werden zu den "wesentlichen Öffnungen" geführt.

Der Rohbau wird im Frühjahr 2013 fertig sein. Es folgen bis Mitte des Jahres die Dachdecker- und Zimmermannsarbeiten. Dann geht es an die Fassade und den Innenausbau. Investor Axel Schmitz informierte kurz und knapp, aber inhaltsvoll über Vermietung und Verkauf. Fast 100 Prozent der Ladenflächen sind vermietet. Die letzte noch zur Verfügung stehende Fläche von rund 92 Quadratmeter wird wohl mit Kleinlederwaren bestückt. Der Mix bei den Läden besteht aus Textilien, Beauty, Schuhen und Wohnaccessoires. Ingesamt entfällt 43 Prozent der Fläche auf Mode. Derzeit läuft der Verkauf der letzten drei Wohnungen. Es beginnt in Kürze der Verkauf der Stellplätze und die Vermietung einiger Wohnungen im Kundenauftrag.

Auch am äußeren Umfeld wird heftig gefeilt. Die Platzgestaltung in einem zentralen Bereich der Altstadt stelle unterschiedliche Anforderungen. Wichtig sei, das die Verkehrserschließung auch in Zukunft funktioniere. Es wird ein großzügiges Parkplatzangebot geben — ober-und unterirdisch. Die Straßen- und Platzgestaltung sah Kahl derzeit noch in einem "fließenden Prozess." Der direkte Bereich am Klosterhof (Orsaystraße) werde ein "verkehrsberuhigter Geschäftsbereich" werden, wo man 20 Stundenkilometer fahren darf. Vorgesehen ist ein niveaugleichen Ausbau der Flächen, jedoch mit unterschiedlichen Materialien. Wer große Bäume sucht, wird sie nicht finden, denn die große Tiefgarage mit rund 470 Stellplätzen macht das unmöglich.

Landschaftsarchitekt Andreas Freese bezog Stellung zur Platzgestaltung und zum Umfeld. Es werde am Klosterhof jedoch keine Fußgängerzone im herkömmlichen Sinn geben. Poller sollen nur dort eingesetzt werden, wo sie unbedingt erforderlich sind. Die sonstige Möblierung sieht Lampen, Bänke, Hochbeete und Kübel vor. Naturstein, Betonstein werden Verwendung finden.

(mab)